
United Airlines nutzte seine Gewinnbekanntgabe für das erste Quartal am 22. April, um eine klare Botschaft an Geschäftsreisende und Urlauber zu senden: Die Ticketpreise werden in den kommenden Monaten stark steigen. CEO Scott Kirby erklärte gegenüber Analysten, dass die Treibstoffkosten der Fluggesellschaft derzeit bei etwa 4,30 US-Dollar pro Gallone liegen – fast 40 % mehr als im Vorjahr. Um die Gewinnmargen zu schützen und das Ziel eines zweistelligen Vorsteuergewinns bis 2027 zu erreichen, plant United, „etwa 15 % bis 20 %“ dieser Kosten direkt in die Ticketpreise weiterzugeben. Seit Mitte März hat die Airline bereits fünf Preiserhöhungen und höhere Gepäckgebühren durchgesetzt. Kirby fügte hinzu, dass das Unternehmen davon ausgeht, dass die Treibstoffpreise „länger auf hohem Niveau bleiben“, was bedeutet, dass die Preiserhöhungen bis in die Hauptreisezeit im Sommer anhalten könnten. United erwartet, im zweiten Quartal nur die Hälfte der gestiegenen Treibstoffkosten durch höhere Preise auszugleichen, mit einer möglichen vollständigen Erholung bis zum vierten Quartal, sofern die Nachfrage stabil bleibt. Daten aus Anfang März zeigen, dass die Erträge – also der durchschnittliche Umsatz pro Passagiermeile – um 12 % gestiegen sind, bis Ende März sogar um 18 %, was darauf hindeutet, dass die höheren Preise die Nachfrage bisher kaum beeinträchtigt haben. Warum das für die globale Mobilität wichtig ist: United gilt als Gradmesser für den internationalen Luftverkehr der USA, da die Airline mehr Kapazitäten im transpazifischen Raum bietet als jede andere US-Fluggesellschaft und eine wichtige Rolle auf den Märkten in Atlantikregion und Lateinamerika spielt. Sollte United erfolgreich sein, dürften Wettbewerber nachziehen, was die Kosten für grenzüberschreitende Einsätze, Rotationsreisen und kurzfristige Projekte deutlich verteuern würde. Arbeitgeber, die ihre Mobilitätsprogramme für 2026 planen, sollten daher mit deutlich höheren Flugkosten rechnen und Flexibilität für preissensible Strecken wie New York–London, San Francisco–Singapur und Houston–São Paulo einplanen. Praktische Empfehlungen: 1) Frühzeitig verhandelte Firmentarife sichern; 2) nicht zwingend notwendige Reisen in Nebenzeiten verlegen; 3) Zuschläge in die Reisekostenbudgets der Mitarbeiter einrechnen; 4) Preissteigerungen bei Partner-Airlines im Star-Alliance-Netzwerk genau beobachten. Eine Erhöhung von 15–20 % auf einen Business-Class-Tarif von 2.500 US-Dollar bedeutet etwa 375–500 US-Dollar mehr pro Reise – ein Betrag, der sich bei großen Mobilitätsprogrammen schnell summiert.
Quelle: Reuters (via Y94)
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