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Analyst:innen uneins, ob die 100.000-Dollar-Gebühr für H-1B-Anträge den Zustrom neuer indischer Bewerber gebremst hat

Apr. 22, 2026
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Analyst:innen uneins, ob die 100.000-Dollar-Gebühr für H-1B-Anträge den Zustrom neuer indischer Bewerber gebremst hat
Sieben Monate nachdem die Trump-Regierung eine Zusatzgebühr von 100.000 US-Dollar für H-1B-Anträge von Kandidaten außerhalb der USA eingeführt hat, sind Experten weiterhin uneins über die tatsächlichen Auswirkungen. Ein am Montag veröffentlichter Bericht des Center for Immigration Studies kommt zu dem Schluss, dass die Gebühr „praktisch keine Auswirkungen“ auf die Gesamtzahl der H-1B-Visa hat, da 54 Prozent der Begünstigten bereits mit anderen Aufenthaltsstatus in den USA sind und somit ausgenommen sind. Die Business Standard fasste die Debatte zusammen und verwies auf Kritiker vom libertären Cato Institute, die argumentieren, dass weniger Visa für im Ausland ansässige Fachkräfte das Arbeitskräfteangebot weiterhin einschränken. Die Obergrenze bleibt bei 85.000, und die Auswahlquote für das Haushaltsjahr 2027 stieg auf 75 Prozent, nachdem ein neues, nach Löhnen gewichtetes System doppelte Anmeldungen reduziert hat. Befürworter der Gebühr meinen, Arbeitgeber würden bei einer sechsstelligen Abgabe zweimal überlegen, bevor sie günstigere Einstiegsmitarbeiter importieren. Gegner entgegnen, dass große indische IT-Firmen einfach Mitarbeiter in die Kategorien L-1 oder O-1 verschieben oder ihre globalen Kompetenzzentren (GCCs) in Indien ausbauen, wodurch die Wirkung der Politik abgeschwächt wird. Für indische Fachkräfte stellt sich eher die Frage des Zugangs als der Kosten: Wer bereits mit F-1 OPT oder L-1 in den USA ist, ist von der Gebühr nicht betroffen. Für Talente mit Sitz in Indien hingegen führt der Preis dazu, dass Arbeitgeber eher nach Kanada, Mexiko oder nahegelegene GCCs ausweichen. Start-ups ohne große finanzielle Mittel könnten auf Remote-first-Einstellungen setzen und Indiens Digital Nomad Visa nutzen, um Talente vor Ort zu halten. Mobilitätsplaner sollten daher mehrere Wege in Betracht ziehen: (1) H-1B-Visa ohne Obergrenze über US-Universitäten, (2) L-1-Intra-Company-Transfers, die von der neuen Gebühr ausgenommen sind, oder (3) kombinierte Strategien – zunächst Einstellungen nach Kanada schicken und sie dann in die USA transferieren, sobald der Onshore-Status die Zusatzgebühr aufhebt. Die Debatte zeigt eine zentrale Wahrheit: Schlagzeilen-Gebühren sind weniger entscheidend als eine flexible Strategie in Zeiten politisierter Einwanderung.
Quelle: Business Standard

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