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EU-Biometrie-Grenzregeln ab Oktober: Mehr Zeit und Kosten für Reisende aus den VAE

Apr. 24, 2026
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EU-Biometrie-Grenzregeln ab Oktober: Mehr Zeit und Kosten für Reisende aus den VAE
Das lange verzögerte Ein- und Ausreisesystem (EES) Europas ist endlich in Betrieb, berichtete Arabian Business am 23. April. Bewohner der VAE, die in den Schengen-Raum reisen, müssen künftig bei jeder Grenzüberquerung verpflichtend Fingerabdruck- und Gesichtserkennungsscans durchlaufen. Diese Neuerung ersetzt die manuellen Passstempel und wird bis zum 10. Oktober 2026 an allen externen EU-Grenzen vollständig umgesetzt sein. Für Staatsangehörige der Golf-Kooperationsrat-Staaten (GCC), die bisher von der schnellen e-Gate-Abfertigung in Dubai und Abu Dhabi profitierten, bedeutet dies längere Wartezeiten an europäischen Flughäfen und Landgrenzen – Fluggesellschaften empfehlen, insbesondere zu Stoßzeiten, 30 bis 60 Minuten mehr einzuplanen. Reisende müssen zudem sicherstellen, dass ihre Pässe einen digitalen Chip enthalten; ältere Pässe ohne Chip werden zu Schaltern mit Personal weitergeleitet, was die Abfertigung zusätzlich verzögert. Geschäftsreiseteams sollten ihre Reiserichtlinien jetzt anpassen. Mitarbeiter, die für Kundentermine durch die EU reisen, müssen längere Zwischenstopps einkalkulieren, und mitgeführte Ausrüstung kann während der Erfassung biometrischer Daten einer zusätzlichen Kontrolle unterzogen werden. Vielflieger können Wartezeiten durch die Anmeldung zu Fast-Track-Programmen einzelner Mitgliedstaaten (wie Frankreichs PARAFE oder Deutschlands EasyPASS) verkürzen, allerdings sind die Termine zur Registrierung begrenzt. Datenschutzfragen bleiben bestehen – die biometrischen Daten werden drei Jahre lang gespeichert und können bei Überziehungswarnungen auf fünf Jahre verlängert werden. Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter über die Rechte gemäß der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) informieren und ihnen raten, Ausstiegsbestätigungen herunterzuladen, um falsche Überziehungswarnungen zu vermeiden, die zukünftige Schengen- oder UK-ETA-Anträge erschweren könnten. Emirates und Etihad haben bereits Informationskampagnen gestartet, um Passagiere auf die bevorstehenden Änderungen hinzuweisen; im Sommer werden voraussichtlich auch integrierte Buchungstools EES-Hinweise einfügen. Wer sich nicht vorbereitet, riskiert verpasste Anschlussflüge und höhere Umbuchungskosten, gerade zum Start der Herbstkonferenzsaison.
Quelle: Arabian Business

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