
Sechs Wochen nach der Schließung der Schweizer Botschaft in Teheran aus Sicherheitsgründen ist ein vierköpfiges Technikerteam in die iranische Hauptstadt zurückgekehrt, um eine schrittweise Wiedereröffnung vorzubereiten. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte am 24. April, dass die Diplomaten Sicherheitsmaßnahmen, IT-Infrastruktur und konsularische Abläufe prüfen werden, bevor weiteres Personal entsandt wird. Während der Schließung vertrat die Schweiz die Interessen der USA im Iran von außerhalb des Landes aus im Rahmen ihres langjährigen Schutzmachtmandats – ein Kanal, der sich während der jüngsten regionalen Eskalation als entscheidend erwies. Die Wiederherstellung einer Präsenz vor Ort stellt nicht nur diesen diplomatischen Rückkanal wieder her, sondern schafft auch die Grundlage für die Wiederaufnahme von Visa- und Passdiensten, auf die Tausende von Reisenden und im Iran ansässige multinationale Unternehmen angewiesen sind. Derzeit bleiben konsularische Dienstleistungen – einschließlich der Ausstellung von Schengen-Visa – ausgesetzt. Unternehmen, die planen, Schweizer Mitarbeiter in den Iran zu entsenden, wird empfohlen, längere Vorlaufzeiten einzuplanen und Anträge, wenn möglich, über Schweizer Vertretungen in Nachbarländern einzureichen. Das EDA erklärte, eine vollständige Wiedereröffnung hänge von der „Entwicklung der Sicherheitslage“ ab, doch Insider in Bern rechnen damit, dass bei stabiler Lage in sechs bis acht Wochen begrenzte Visa-Termine wieder angeboten werden. Schweizer Unternehmen aus den Bereichen Pharma, Maschinenbau und humanitäre Logistik im Iran begrüßten diesen Schritt und wiesen darauf hin, dass das Fehlen konsularischer Unterstützung vor Ort die Verlängerung von Arbeitserlaubnissen und die Ausstellung von Notfalldokumenten erschwert hatte. Reisende werden dringend gebeten, sich in der Travel Admin-App zu registrieren und Notfallpläne bereitzuhalten, da das EDA im Falle einer erneuten Eskalation keine Evakuierungen organisieren wird.
Quelle: Swiss Federal Council
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