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Genfer Staatsangestellte treten zum vierten Mal in den Streik – Befürchtungen über Verzögerungen bei der Bearbeitung von Arbeits- und Aufenthaltsbewilligungen wachsen

Apr. 25, 2026
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Genfer Staatsangestellte treten zum vierten Mal in den Streik – Befürchtungen über Verzögerungen bei der Bearbeitung von Arbeits- und Aufenthaltsbewilligungen wachsen
Fast 2.000 kantonale Mitarbeitende zogen am 24. April bei ihrem vierten Protest seit November durch die Innenstadt von Genf. Vorausgegangen war ein halbtägiger Streik in wichtigen öffentlichen Dienststellen. Die Gewerkschaften wehren sich gegen geplante Budgetkürzungen, die eine Gehaltsindexierung und Rentenanpassungen für mindestens drei Jahre einfrieren würden – Maßnahmen, die laut Gewerkschaften zu Personalfluktuation und Rückständen bei den Dienstleistungen führen könnten.

Obwohl der Streit hauptsächlich um Löhne geht, beobachten Personal- und Mobilitätsverantwortliche die Situation genau, da die kantonale Verwaltung Genfs eine zentrale Rolle im dezentralen Schweizer Einwanderungssystem spielt. Die kantonalen Stellen sind zuständig für die Erteilung von Arbeits- und Aufenthaltsbewilligungen, innerbetrieblichen Versetzungen sowie Familiennachzugsdossiers.

Genfer Staatsangestellte treten zum vierten Mal in den Streik – Befürchtungen über Verzögerungen bei der Bearbeitung von Arbeits- und Aufenthaltsbewilligungen wachsen


Während des Streiks am Donnerstag schlossen mehrere Schalter für Termine zu „Permis B“ und „Permis G“ vorzeitig. Die Gewerkschaften kündigen weitere rollierende Streiks an, falls die Budgetverhandlungen keine Fortschritte bringen. Multinationale Unternehmen mit Sitz in der Stadt – viele aus den Bereichen Rohstoffhandel, Pharma und Luxusgüter – sehen sich bereits mit Wartezeiten von vier bis sechs Wochen bei bestimmten Bewilligungskategorien konfrontiert.

Pro-Gewerkschaftsvertreter warnen, dass sich diese Wartezeiten ohne zusätzliche Personalressourcen bis zum Sommer verdoppeln könnten. Unternehmen, die im zweiten oder dritten Quartal ausländische Mitarbeitende einsetzen wollen, werden daher dringend gebeten, Anträge so früh wie möglich einzureichen und, wenn möglich, die elektronischen Portale anderer Kantone zu nutzen, solange interkantonale Kontingente noch verfügbar sind.

Die Genfer Regierung schließt nicht aus, eine „Service-Minimum“-Vereinbarung zu verhandeln, um während künftiger Aktionen kritische Einwanderungs- und Zivilstandsstellen offen zu halten, hat aber bislang keine Einigung erzielt. Mobilitätsteams sollten die Mitteilungen der Gewerkschaften aufmerksam verfolgen und mögliche Verzögerungen bei der Einarbeitung einplanen.
Quelle: SWI swissinfo.ch

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