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Airports Council warnt vor „nicht bewältigbaren“ Wartezeiten, da EES-Verzögerungen sich auf Schweizer Drehkreuze ausweiten

Apr. 17, 2026
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Airports Council warnt vor „nicht bewältigbaren“ Wartezeiten, da EES-Verzögerungen sich auf Schweizer Drehkreuze ausweiten
Die Alarmglocken für die Schweizer Luftfahrtbranche werden immer lauter. Am Donnerstagmorgen berichtete Ukrainian National News (UNN) über neue Aussagen des Airports Council International Europe, die aufzeigen, wie biometrische Engpässe die Schengen-Drehkreuze, darunter Zürich, Genf und Basel, zunehmend belasten. Laut ACI verbringen manche Passagiere inzwischen bis zu drei Stunden in den Passkontrollschlangen – eine Zahl, die mit Beginn des Sommerfahrplans am 30. März als „einfach nicht mehr handhabbar“ gilt.

Das Problem ist strukturell bedingt. Ab dem 10. April müssen alle 29 Schengen-Mitgliedstaaten – darunter auch die Schweiz – 100 % der Drittstaatsangehörigen im Entry/Exit-System (EES) erfassen. Obwohl das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit landesweit über 120 Erfassungskioske installiert hat, können nur rund 35 % der Nicht-EU-Reisenden automatisch verarbeitet werden. Der Rest benötigt eine manuelle Fingerabdruckaufnahme durch Grenzbeamte, was die ohnehin knappen Ressourcen nach einer Rekord-Skisesaison zusätzlich belastet.

Branchenverbände fordern von Brüssel, den Mitgliedstaaten die Möglichkeit zu geben, EES-Kontrollen auszusetzen, wenn die Wartezeit 45 Minuten überschreitet. Bern unterstützt diesen Vorschlag und argumentiert, dass ad-hoc-Aussetzungen weniger störend wären als die pauschalen Ausnahmen, die während der Fußball-Europameisterschaft 2024 gewährt wurden.

Airports Council warnt vor „nicht bewältigbaren“ Wartezeiten, da EES-Verzögerungen sich auf Schweizer Drehkreuze ausweiten


In der Zwischenzeit passen Schweizer Reiseverantwortliche ihre Vorabinformationen an: Mitarbeiter werden angewiesen, mindestens vier Stunden zwischen interkontinentaler Ankunft und Anschlussverbindungen einzuplanen und gegebenenfalls Hotelübernachtungen zu budgetieren, falls späte Flüge verpasst werden.

Auch die Privatwirtschaft reagiert: Mehrere in Zürich ansässige Relocation-Firmen bieten inzwischen „EES-Concierge“-Services an, begleiten VIPs durch Prioritätskontrollen und übernehmen die Kioskerfassung. Fluggesellschaften senden zudem 48 Stunden vor Abflug SMS-Erinnerungen an Economy-Passagiere mit dem Hinweis, dass die Boarding-Gates pünktlich schließen, auch wenn sich Warteschlangen bilden.

Während die Europäische Kommission betont, dass das System „in der überwiegenden Mehrheit der Mitgliedstaaten gut funktioniert“, fürchten Mobilitätsprofis eine Pattsituation. Ohne schnelle technische Lösungen oder politische Flexibilität droht der Schweiz ein Sommer voller operativer Probleme – von verzögerten Projektstarts bis zu explodierenden Reisekosten.

Die Botschaft an Geschäftsreisende ist klar: Bis sich die neue digitale Grenzkontrolle eingespielt hat, könnte die Schweizer Uhr auf „EES-Zeit“ ticken.
Quelle: Ukrainian National News (UNN)

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