
Das Einwanderungsbüro von Batam in Indonesien bestätigte am 25. April, dass bei einer Razzia am 21. April im Luxuswohnprojekt Opus Bay 29 chinesische Staatsangehörige festgenommen wurden. Den Angaben zufolge führten die Personen Bauarbeiten aus, obwohl sie nur mit Besuchervisa eingereist waren, die keine Erwerbstätigkeit erlauben. Die Pässe von 24 Arbeitern wurden sofort beschlagnahmt, während fünf weitere zur weiteren Befragung ins Einwanderungsbüro gebracht wurden. Der Fall verdeutlicht die zunehmende Kontrolle der Einhaltung von Arbeitsvorschriften für ausländische Arbeitskräfte in Indonesiens Freihandelszonen, in denen chinesische Auftragnehmer stark in Infrastruktur- und Immobilienprojekte involviert sind. Batam – die indonesische Insel, die Singapur am nächsten liegt – hat in den letzten drei Jahren mehr als eine Milliarde US-Dollar chinesischer Investitionen angezogen, doch lokale Gewerkschaften klagen immer wieder über illegale Arbeitskräfte. Nach dem indonesischen Einwanderungsgesetz von 2011 kann das Arbeiten ohne gültige Genehmigung mit bis zu fünf Jahren Haft und Geldstrafen von bis zu 500 Millionen IDR (ca. 31.000 US-Dollar) geahndet werden. Arbeitgeber können zudem auf eine schwarze Liste gesetzt werden und verlieren das Recht, künftig ausländische Arbeitskräfte zu sponsern. Das Einwanderungsbüro erklärte, der Entwickler von Opus Bay könnte mit Sanktionen rechnen, falls sich herausstellt, dass er die missbräuchliche Nutzung von Besuchervisa ermöglicht hat. Für chinesische Unternehmen, die Mitarbeiter nach Südostasien entsenden, ist der Vorfall eine Mahnung: Indonesien überprüft bei „Blitzinspektionen“ nun Visaarten im Abgleich mit den tatsächlichen Tätigkeitsbeschreibungen vor Ort. Mobilitätsmanager sollten für alle praktischen Tätigkeiten den KITAS-Arbeitserlaubniskanal nutzen und übersetzte Arbeitsverträge auf den Baustellen bereithalten. Regionale Auswirkungen: Ähnliche Kontrollen gab es in diesem Jahr bereits bei Nickelhütten auf Sulawesi und beim Bau von Rechenzentren in Jakarta, was darauf hindeutet, dass die indonesischen Behörden die Durchsetzung der Vorschriften landesweit vereinheitlichen. Unternehmen, die im Archipel tätig sind, sollten ihre Verfahren für Schattenlöhne und Einwanderung vor der Hochsaison im Baugewerbe überprüfen.
Quelle: The Jakarta Post
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