
Das spanische Innenministerium hat eingeräumt, dass das Online-Terminvergabesystem für die Registrierung von Migranten im Jahr 2026 wiederholt ausgefallen ist, nachdem es zu einem „massiven Horten“ von Terminen durch Bots und unbefugte Vermittler gekommen war. In einer schriftlichen Antwort an das Parlament, die La Razón am 28. April veröffentlichte, erklärten Beamte, dass Hacker legitime Nutzer blockierten und Termine weiterverkauften, obwohl der Prozess kostenfrei ist. Die Gewerkschaften CSIF und CCOO berichten, dass viele der 1.000 neu eingerichteten Registrierungsstellen bei Beginn der persönlichen Termine am 20. April weder ausreichend geschult noch IT-technisch gut ausgestattet waren. Einige Büros schlossen Berichten zufolge frühzeitig, nachdem sie nur wenige Anträge bearbeitet hatten, da die gemeinsame Software abgestürzt war. Das Ministerium kündigt an, die Cybersicherheit gemeinsam mit dem Sekretariat für digitale Verwaltung und der Cyberkriminalitätseinheit der Nationalpolizei zu verstärken und gleichzeitig strafrechtliche Ermittlungen gegen Termin-Händler einzuleiten. Zusätzliche Serverkapazitäten und CAPTCHA-Filter werden eingeführt, doch räumen die Behörden ein, dass es bis Mitte Mai während der Stoßzeiten weiterhin zu Verzögerungen kommen kann. Für Arbeitgeber und Umzugsdienstleister bedeutet die Instabilität, dass Mitarbeiter Last-Minute-Buchungen vermeiden und stattdessen Büros in weniger überfüllten Provinzen nutzen sollten. Personalabteilungen, die Kandidaten unterstützen, sollten die Bestätigungs-PDFs sofort nach der Terminbuchung herunterladen und Pufferzeiten vor dem Arbeitsbeginn einplanen. Langfristig führt das Debakel zu Forderungen, die IT-Systeme der Ausländerbehörde zu modernisieren – ein Anliegen, das Unternehmensjuristen seit Jahren vorantreiben. Abgeordnete mehrerer Parteien arbeiten derzeit an Gesetzesänderungen, die verbindliche digitale Zugangsstandards für alle künftigen Einwanderungsverfahren festschreiben sollen.
Quelle: La Razón
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