
Die beiden internationalen Flughäfen Zyperns, Larnaka und Paphos, werden in der Hochsaison von April bis Oktober voraussichtlich nur um „maximal 5 %“ weniger Flugkapazitäten im Vergleich zum Vorjahr anbieten, teilte der Flughafenbetreiber Hermes Airports am 6. Mai Reuters mit. Die Reduzierung – etwa 600.000 Sitzplätze – erfolgt, nachdem der Passagierverkehr im März aufgrund der Eskalation des Konflikts zwischen den USA/Israel und Iran sowie eines Drohnenangriffs auf die britische Basis Akrotiri am 2. März ins Stocken geraten war. Diese Ereignisse verunsicherten Fluggesellschaften und Reisende im östlichen Mittelmeerraum. Hermes erklärte, dass die Kapazitätskürzungen vor allem durch geringere Flugfrequenzen und nicht durch komplette Streckenstreichungen erfolgen, sodass die Insel diesen Sommer weiterhin mit 165 Zielen von 54 Airlines verbunden bleibt. Die Ankünfte sind im April bereits um 16 % im Jahresvergleich zurückgegangen, doch das Unternehmen betonte, dass es „keine Auswirkungen auf die Flugpläne aufgrund von Treibstoffknappheit“ gibt und die Auslastung seit dem 20. April wieder auf 80–85 % gestiegen ist. Wichtige Märkte wie Großbritannien und Polen erreichen eine Auslastung von über 90 %, was zeigt, dass die Kernfreizeitströme stabil bleiben. Die moderate Sitzplatzreduktion steht im Gegensatz zu stärkeren Kürzungen bei konkurrierenden Sonnen- und Strandzielen näher am Nahost-Konfliktgebiet. Durch den Erhalt der Netzbreite hofft Zypern, eine starke Einbuße bei der Konnektivität wie während der Pandemie zu vermeiden und die Insel für Geschäftsreisen, Expatriate-Rotationen und exportorientierte Branchen, die auf häufige Flugverbindungen angewiesen sind, attraktiv zu halten. Mobilitätsmanager in Unternehmen sollten jedoch mit eingeschränkter Verfügbarkeit in der Hochsaison und möglicher Preisschwankungen auf den beliebtesten europäischen Strecken rechnen. Hermes rät Unternehmen, frühzeitig zu buchen und alternative Routen über Athen oder Istanbul in Betracht zu ziehen, falls Direktflüge ausgebucht sind. Aus politischer Sicht liefert die Offenlegung des Betreibers der stellvertretenden Tourismusministerin belastbare Zahlen, um Unterstützungsmaßnahmen und Marketingausgaben gezielt anzupassen und die durch den Krieg bedingte Nachfrageschwäche auszugleichen, ohne den Markt zu verzerren.
Quelle: Reuters via MarketScreener
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