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ÖBB genehmigt Ausbau der Verbindungsbahn: Monatelange Sperre der S80 trifft Wiener Pendler und Geschäftsreisende

Mai 12, 2026
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ÖBB genehmigt Ausbau der Verbindungsbahn: Monatelange Sperre der S80 trifft Wiener Pendler und Geschäftsreisende
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) haben offiziell mit der lang erwarteten Modernisierung des Verbindungsbahn-Korridors in Wien begonnen, nachdem sie die endgültige gerichtliche Genehmigung erhalten haben. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am 11. Mai bestätigte Judith Engel, Infrastrukturchefin der ÖBB, dass die Hauptbauarbeiten im September 2026 starten werden. Die Vorbereitungen führen jedoch bereits ab dem 4. Juli zur Sperrung großer Abschnitte der S80-Pendlerlinie.

Im Sommer wird die Stammstrecke zwischen Praterstern und Floridsdorf gesperrt, gefolgt von einer zweiten großen Sperrung zwischen Hauptbahnhof/St. Marx und Praterstern vom 7. September 2026 bis mindestens Oktober 2027. Der S80-Verkehr wird auf einen Pendelverkehr zwischen Aspern und Meidling reduziert, wobei Schienenersatzbusse die Lücken überbrücken.

ÖBB genehmigt Ausbau der Verbindungsbahn: Monatelange Sperre der S80 trifft Wiener Pendler und Geschäftsreisende


Das Projekt hebt die Strecke auf eine Hochlage, beseitigt Bahnübergänge und führt einen 15-Minuten-Takt ein, wovon nach Fertigstellung mehr als 20.000 Fahrgäste täglich profitieren werden. Für die Mobilitätsplaner bedeutet das zunächst Einschränkungen: Der florierende Life-Science-Standort St. Marx und die Technologieparks in Meidling sind auf die S80 angewiesen, um Mitarbeiter aus den westlichen Bezirken zu transportieren; Unternehmen verhandeln bereits über versetzte Schichten und Homeoffice-Optionen. Hotels in der Nähe des Konferenzviertels Schloss Schönbrunn rechnen mit einer erhöhten Taxinachfrage, da internationale Delegierte die gestörten Bahnverbindungen meiden.

Die ÖBB akzeptieren Klimaticket-Tickets auch in den Ersatzbussen und auf umgeleiteten S-Bahn-Strecken, warnen jedoch, dass sich die Fahrzeiten in Spitzenzeiten verdoppeln könnten. Die 1,8 Milliarden Euro teure Modernisierung ist Teil der österreichweiten Zielnetz-2040-Strategie, die ein prognostiziertes Passagierwachstum von 30 Prozent auffangen und den Güterverkehr von überlasteten Stadtstraßen verlagern soll. Durch die Hochlegung der Gleise und die neue Haltestelle Wien Hietzinger Hauptstraße erhoffen sich die Planer, brachliegende Flächen in Hietzing zu erschließen und Barrieren für Fußgänger und Radfahrer zu reduzieren.

Gleichzeitig befürchten Anwohner Lärm und optische Beeinträchtigungen; die ÖBB haben rund um die Uhr Lärmmessungen und Entschädigungsfonds zugesagt. Wien reiht sich damit neben London, Paris und München ein und zeigt, dass große Schienenmodernisierungen, trotz der Unannehmlichkeiten, zentral für eine nachhaltige urbane Mobilität bleiben.
Quelle: VOR press office / ORF Wien / Vienna.at

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