
Belgische, französische und schweizerische Bahnbetreiber kündigten am 12. Juni an, dass ab Juli 2027 dreimal pro Woche ein durchgehender TGV INOUI zwischen Brüssel-Süd und Basel verkehren wird. Der Zug startet gegen 07:00 Uhr in Brüssel, fährt über Lille und Straßburg und erreicht Basel bis 12:30 Uhr – fast zwei Stunden schneller als die derzeit schnellsten Verbindungen. Obwohl der Start noch ein Jahr entfernt ist, begrüßten multinationale Unternehmen aus den Bereichen Pharma und Finanzen – Branchen mit wichtigen Zentren in beiden Städten – das Projekt. Die Strecke bietet eine klimafreundliche Alternative zu Kurzstreckenflügen und umgeht mögliche Lärmbeschränkungen an Flughäfen, die in Brüssel diskutiert werden. Die SNCB plant, Firmen-Saisonkarten und Sitzplatzkontingente für Gruppenreisen im ersten Quartal 2027 zum Verkauf anzubieten. Im Herbst beginnen Bauarbeiten an der französischen LGV Est, um den Service zu ermöglichen, während auf belgischem Gebiet keine Baumaßnahmen vorgesehen sind. Die Zuverlässigkeit der Fahrzeiten hängt von der endgültigen Abstimmung der Fahrpläne mit den Güterverkehrsbetreibern im Rheinkorridor ab. Mit dem Vertrauen in die Nachfrage nach Hochgeschwindigkeitszügen erhöht das Projekt den Druck auf Fluggesellschaften, ihre Emissionen zu reduzieren oder unrentable inner-europäische Strecken aufzugeben – ein Trend, der bereits nach der Verlagerung der Verbindungen Paris–Amsterdam und Köln–Frankfurt auf die Schiene sichtbar ist.
Quelle: The Brussels Times
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