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Einjährige Ausnahmeregelung gesichert: Polen muss bis Mitte 2027 keine umgesiedelten Migranten aufnehmen

Juni 13, 2026
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Einjährige Ausnahmeregelung gesichert: Polen muss bis Mitte 2027 keine umgesiedelten Migranten aufnehmen
Radio Szczecin berichtet, dass die Europäische Kommission im Rahmen des endgültigen Kompromisses zum Migrationspakt Polen eine einjährige Ausnahmeregelung vom sogenannten Solidaritätsmechanismus gewährt hat. Nach Artikel 57 der neuen Verordnung müssen die Mitgliedstaaten normalerweise zwischen der Aufnahme umgesiedelter Asylsuchender oder der Zahlung eines Pro-Kopf-Beitrags wählen – Polen ist jedoch zusammen mit Österreich, Bulgarien, Kroatien, Tschechien und Estland für die ersten 12 Monate davon befreit. Tomasz Szymański, Staatssekretär im Innenministerium, erklärte, die Ausnahmeregelung anerkenne Polens Rolle bei der Aufnahme von Millionen ukrainischer Kriegsvertriebener und sei „vorbehaltlich einer jährlichen Überprüfung der Migrationsbelastung“ verlängerbar. In der Praxis rechnen die polnischen Behörden damit, dass die Befreiung halbwegs dauerhaft wird, unter Berufung auf Präzedenzfälle aus den baltischen Staaten nach der Grenzkrise mit Belarus 2021. Für Arbeitgeber bedeutet die Ausnahme, dass das Risiko entfällt, dass zukünftige Personalplanungen durch Quoten für Notunterkünfte in Großstädten gestört werden. Auch die kommunalen Haushalte werden von der Solidaritätsabgabe entlastet – was es den lokalen Verwaltungen ermöglicht, weiterhin Sprachkurse und arbeitsmarktbezogene Integrationsprogramme für ukrainische Staatsangehörige zu finanzieren, ein Programm, das von multinationalen Unternehmen häufig genutzt wird, um Fach- und Hilfskräfte einzuarbeiten. Dennoch sollten Unternehmen den Überprüfungsprozess genau verfolgen: Sollte Brüssel Mitte 2027 feststellen, dass der Migrationsdruck nachgelassen hat, könnte Polen mit nur sechs Monaten Vorlaufzeit zur Aufnahme von Personen oder zur Zahlung von Beiträgen verpflichtet werden. Personal- und Global-Mobility-Teams sollten daher alternative regionale Standorte (z. B. Vilnius, Prag) in Betracht ziehen, um die Flexibilität bei der Entsendung zu wahren.
Quelle: Radio Szczecin

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