
Der lang erwartete Pakt der Europäischen Union zu Migration und Asyl trat am 12. Juni 2026 offiziell in Kraft und markiert laut Brüssel die umfassendste Neugestaltung der EU-Migrationsregeln seit zwei Jahrzehnten. Für Belgien endet mit diesem Datum eine zweijährige Übergangsphase, in der nationale Behörden Gesetze überarbeiteten, Grenzpolizisten schulten und biometrische Einrichtungen am Flughafen Brüssel sowie an den Auslandsvertretungen des Landes ausbauten.
Nach dem neuen Rahmen muss jeder Nicht-EU-Bürger, der irregulär an der Außengrenze der EU ankommt, innerhalb von sieben Tagen (bzw. drei Tagen, wenn er sich bereits auf EU-Gebiet befindet) eine verpflichtende Sicherheits-, Identitäts- und Gesundheitsprüfung durchlaufen. Antragsteller, bei denen eine Schutzberechtigung als unwahrscheinlich gilt, werden in beschleunigte Grenzverfahren mit verkürzten Einspruchsfristen überführt, während andere in eine überarbeitete Eurodac-Datenbank aufgenommen werden, um „Asylshopping“ zwischen den Mitgliedstaaten zu verhindern.
Das belgische Föderale Einwanderungsamt (DVZ/Office des Étrangers) hat am Ankunftszentrum Gare du Midi zusätzliche Interviewkabinen und mobile Fingerabdruckscanner installiert. Interne Prüfungen, die von Regierungsquellen zitiert werden, warnen jedoch, dass Personalmangel bei Spitzenzeiten im Sommer zu Rückstaus führen könnte.
Politisch unterstützt die belgische Koalition den Solidaritätsmechanismus des Pakts – entweder durch Aufnahme umgesiedelter Antragsteller oder durch finanzielle Beiträge. Die flämisch-nationalistische Partei Vlaams Belang fordert jedoch bereits ein Referendum zum Ausstieg, da sie die Belastung von Wohn- und Sozialsystemen als zu hoch einschätzt.
Wirtschaftsverbände vertreten eine gegenteilige Meinung: Der Verband der belgischen Unternehmen betont, dass klare Regeln und schnellere Verfahren es Firmen erleichtern werden, dringend benötigte Fachkräfte aus Drittstaaten zu rekrutieren, da die Arbeitserlaubnis bereits früher im Asylverfahren erteilt werden kann.
Menschenrechtsorganisationen sind weniger optimistisch. Der Belgische Flüchtlingsrat befürchtet, dass verkürzte Verfahrensfristen den Zugang zu Rechtsbeistand und Dolmetschern, insbesondere in ländlichen Aufnahmezentren, einschränken werden. Der Rat weist darauf hin, dass Belgien bereits 2025 vom Brüsseler Arbeitsgericht gerügt wurde, weil nicht allen Asylsuchenden Unterkunft gewährt wurde; neue Engpässe könnten weitere Klagen und finanzielle Sanktionen nach sich ziehen.
Für multinationale Arbeitgeber ist die wichtigste praktische Konsequenz: Ab dieser Woche müssen alle Entsandten, die aus humanitären oder familiären Gründen ankommen, strengere Identitätskontrollen durchlaufen. Unternehmen, die Talente im Rahmen der Single Permit sponsern, müssen sicherstellen, dass biometrische Erfassungstermine frühzeitig gebucht werden. Einwanderungsberater empfehlen, drei bis vier zusätzliche Wochen in die Zeitplanung von Entsendungen einzurechnen, bis die belgischen Behörden die volle Stabilität der neuen digitalen Systeme bestätigen.
Nach dem neuen Rahmen muss jeder Nicht-EU-Bürger, der irregulär an der Außengrenze der EU ankommt, innerhalb von sieben Tagen (bzw. drei Tagen, wenn er sich bereits auf EU-Gebiet befindet) eine verpflichtende Sicherheits-, Identitäts- und Gesundheitsprüfung durchlaufen. Antragsteller, bei denen eine Schutzberechtigung als unwahrscheinlich gilt, werden in beschleunigte Grenzverfahren mit verkürzten Einspruchsfristen überführt, während andere in eine überarbeitete Eurodac-Datenbank aufgenommen werden, um „Asylshopping“ zwischen den Mitgliedstaaten zu verhindern.
Das belgische Föderale Einwanderungsamt (DVZ/Office des Étrangers) hat am Ankunftszentrum Gare du Midi zusätzliche Interviewkabinen und mobile Fingerabdruckscanner installiert. Interne Prüfungen, die von Regierungsquellen zitiert werden, warnen jedoch, dass Personalmangel bei Spitzenzeiten im Sommer zu Rückstaus führen könnte.
Politisch unterstützt die belgische Koalition den Solidaritätsmechanismus des Pakts – entweder durch Aufnahme umgesiedelter Antragsteller oder durch finanzielle Beiträge. Die flämisch-nationalistische Partei Vlaams Belang fordert jedoch bereits ein Referendum zum Ausstieg, da sie die Belastung von Wohn- und Sozialsystemen als zu hoch einschätzt.
Wirtschaftsverbände vertreten eine gegenteilige Meinung: Der Verband der belgischen Unternehmen betont, dass klare Regeln und schnellere Verfahren es Firmen erleichtern werden, dringend benötigte Fachkräfte aus Drittstaaten zu rekrutieren, da die Arbeitserlaubnis bereits früher im Asylverfahren erteilt werden kann.
Menschenrechtsorganisationen sind weniger optimistisch. Der Belgische Flüchtlingsrat befürchtet, dass verkürzte Verfahrensfristen den Zugang zu Rechtsbeistand und Dolmetschern, insbesondere in ländlichen Aufnahmezentren, einschränken werden. Der Rat weist darauf hin, dass Belgien bereits 2025 vom Brüsseler Arbeitsgericht gerügt wurde, weil nicht allen Asylsuchenden Unterkunft gewährt wurde; neue Engpässe könnten weitere Klagen und finanzielle Sanktionen nach sich ziehen.
Für multinationale Arbeitgeber ist die wichtigste praktische Konsequenz: Ab dieser Woche müssen alle Entsandten, die aus humanitären oder familiären Gründen ankommen, strengere Identitätskontrollen durchlaufen. Unternehmen, die Talente im Rahmen der Single Permit sponsern, müssen sicherstellen, dass biometrische Erfassungstermine frühzeitig gebucht werden. Einwanderungsberater empfehlen, drei bis vier zusätzliche Wochen in die Zeitplanung von Entsendungen einzurechnen, bis die belgischen Behörden die volle Stabilität der neuen digitalen Systeme bestätigen.
Quelle: EU Today / Euronews