
Am 15. Juni führte der Zivilschutz Zyperns einen landesweiten Test der CY-Alert Cell-Broadcast-Warnplattform durch und sendete eine simulierte Vermisstenmeldung an Mobiltelefone auf der gesamten Insel. Während die meisten Geräte die Nachricht erhielten, räumten die Behörden ein, dass einige im Ausland registrierte Handys ausblieben – als Ursache wurden Unstimmigkeiten im Roaming-Profil und veraltete Software genannt. Der Test ist Teil einer europäischen Richtlinie, die Mitgliedstaaten verpflichtet, standortbasierte Notfallwarnungen einzuführen – besonders wichtig auf einer Insel, die anfällig für Waldbrände und regionale Sicherheitskonflikte ist. Hotels und Umzugsfirmen haben daraufhin Expatriates und Touristen daran erinnert, 4G/5G-Datenroaming zu aktivieren und in den Telefoneinstellungen „Schwere Warnungen“ einzuschalten. Für globale Mobilitätsmanager, die Mitarbeiter in Zypern betreuen, ist die Übung ein willkommener Anlass, die Registrierung für CY-Alert in Ankunftsbriefings zu integrieren. Mitarbeiter mit Firmen-SIM-Karten außerhalb der EU sollten prüfen, ob ihr Anbieter die Cell-Broadcast-Kanäle 919 und 920 unterstützt – die Frequenzen, die Zypern für öffentliche Warnungen reserviert hat. Der Zivilschutz plant vierteljährliche Tests und arbeitet an einer englischsprachigen FAQ für Kurzzeitbesucher. Bis dahin sollten Unternehmen die offizielle Aktivierungsanleitung verteilen und ihre Mitarbeiter ermutigen, die Notfall-Hotline (1450) in ihren Kontakten zu speichern.
Quelle: Cyprus Mail