
Bei einem Pressegespräch am 16. Juni bat die Migrationsministerin María Jesús Saiz die Medien, mit Schlussfolgerungen zur außergewöhnlichen Regularisierung in Spanien abzuwarten, bis der „endgültige Überblick“ vorliegt. Saiz räumte ein, dass die Anzahl der Anträge höher als erwartet sei, betonte jedoch, dass die Genehmigungen letztlich durch gesetzliche Vorgaben und Sicherheitsprüfungen begrenzt werden. Die Äußerungen erfolgten, nachdem die Website des Ministeriums einen rasanten Anstieg der täglichen Anträge zeigte – mit einem Höchststand von 60.000 Einreichungen am Montag – was Befürchtungen weckte, dass die Ausländerbehörden und die Polizeieinheit für Hintergrundprüfungen (UCRIF) die gesetzlich vorgeschriebene 90-Tage-Entscheidungsfrist nicht einhalten könnten. Saiz versicherte, dass zusätzliche Mitarbeiter aus anderen Abteilungen abgestellt wurden und digitale Sortierwerkzeuge die Bearbeitung risikoarmer Fälle beschleunigen würden. Für Manager der Unternehmensmobilität bedeutet dies möglicherweise gestaffelte Genehmigungen. Unternehmen, die mehrere Mitarbeiter anmelden, sollten mit ungleichmäßigen Zeitplänen rechnen und alternative Wege zur Arbeitserlaubnis in Betracht ziehen (z. B. Visa nach dem Start-up-Gesetz von 2022) für besonders wichtige Einstellungen. Saiz wiederholte zudem, dass Anträge mit gefälschten Mietverträgen oder gefälschten Meldebescheinigungen automatisch abgelehnt und mit einer möglichen Ausweisung geahndet werden – eine Warnung an die auf Social Media aktiven „Dokumentenvermittler“. Branchenverbände begrüßten die Klarstellungen, forderten jedoch das Ministerium auf, wöchentliche Bearbeitungsstatistiken zu veröffentlichen und die Frist für die Antragstellung um einen Monat zu verlängern, um den Druck auf Antragsteller und Verwaltungsmitarbeiter zu verringern.
Quelle: Europa Press