
Der französische Präsident Emmanuel Macron traf am Donnerstagnachmittag in Brüssel ein, um am Europäischen Rat teilzunehmen, der die Unternehmensmigration für Jahre prägen könnte. Laut dem offiziellen Pressekit des Europäischen Parlaments stehen Migration, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit im Mittelpunkt des Gipfels am 18. und 19. Juni – dem ersten seit der vorläufigen politischen Einigung über die überarbeitete EU-Rückführungsrichtlinie, die am Vortag vom Parlament verabschiedet wurde.
Frankreich, das bereits Anfang dieses Monats mit dem Dekret 2026-454 das nationale Recht an den EU-Pakt für Migration und Asyl anpasst, drängt auf eine schnelle Verabschiedung gemeinsamer Regeln, die Berufungsfristen verkürzen, Haftgründe bei Fluchtgefahr erweitern und die gegenseitige Anerkennung von Einreiseverboten ausweiten. Das Élysée betont, dass harmonisierte Verfahren „Forum-Shopping“ reduzieren und Unternehmen schneller Klarheit darüber verschaffen, ob ein ausländischer Mitarbeiter nach Ablauf seines Visums seinen Status legalisieren kann.
Kritiker, darunter mehrere französische NGOs, warnen jedoch, dass beschleunigte Rückführungen den Zugang zu rechtlichem Beistand einschränken und das Risiko von Abschiebungen in unsichere Länder erhöhen könnten. Für Manager der globalen Mobilität sind die praktischen Auswirkungen entscheidend: Sobald die Richtlinie in Kraft tritt, werden die Schengen-Staaten ihre nationalen Fallmanagementsysteme mit dem EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) vernetzen. Überziehungen, die an französischen Grenzen digital erfasst werden, fließen automatisch in eine europaweite Rückführungsdatenbank ein, was es für Nicht-EU-Mitarbeiter erschwert, ihren Status durch einen Wechsel zwischen Mitgliedstaaten „zurückzusetzen“.
Eine Nichteinhaltung der neuen Informationsfristen könnte Frankreich vor den Europäischen Gerichtshof bringen – ein Szenario, das Paris nach früheren Vertragsverletzungsverfahren wegen Rückständen bei Aufenthaltstiteln unbedingt vermeiden will. Parallel dazu sind auch die Gespräche zur Wettbewerbsfähigkeit der EU von Bedeutung. Frankreich befürwortet die Verwendung von Überschussmitteln aus Horizon Europe für ein neues Talentförderprogramm, das an das eigene „Passeport Talent“-Visum angelehnt ist, mit dem 2025 ein Rekord von 24.300 Genehmigungen erteilt wurde.
Die Schlussfolgerungen des Rates werden voraussichtlich am späten Freitag erwartet; falls die Regierungschefs dem Rückführungsabkommen zustimmen, plant das Parlament eine Plenarabstimmung im Oktober mit einer Umsetzung zwei Jahre später. Unternehmen, die für 2027-2028 innergemeinschaftliche Versetzungen planen, sollten daher jetzt mit der Planung der Compliance-Prozesse beginnen. Das französische Innenministerium wird nächste Woche Branchenverbände darüber informieren, wie der Entwurf der Richtlinie mit den nationalen Plänen zur Zusammenführung der IT-Backoffices der Präfekturen in ein einheitliches „France Mobilité“-Portal harmoniert. Frühzeitige Anwender aus der Luft- und Raumfahrt sowie der Luxusgüterbranche wurden zu einem Pilotprojekt eingeladen, das ab September automatisierte Datenübermittlungen an die EU-Rückführungsplattform testet.
Frankreich, das bereits Anfang dieses Monats mit dem Dekret 2026-454 das nationale Recht an den EU-Pakt für Migration und Asyl anpasst, drängt auf eine schnelle Verabschiedung gemeinsamer Regeln, die Berufungsfristen verkürzen, Haftgründe bei Fluchtgefahr erweitern und die gegenseitige Anerkennung von Einreiseverboten ausweiten. Das Élysée betont, dass harmonisierte Verfahren „Forum-Shopping“ reduzieren und Unternehmen schneller Klarheit darüber verschaffen, ob ein ausländischer Mitarbeiter nach Ablauf seines Visums seinen Status legalisieren kann.
Kritiker, darunter mehrere französische NGOs, warnen jedoch, dass beschleunigte Rückführungen den Zugang zu rechtlichem Beistand einschränken und das Risiko von Abschiebungen in unsichere Länder erhöhen könnten. Für Manager der globalen Mobilität sind die praktischen Auswirkungen entscheidend: Sobald die Richtlinie in Kraft tritt, werden die Schengen-Staaten ihre nationalen Fallmanagementsysteme mit dem EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) vernetzen. Überziehungen, die an französischen Grenzen digital erfasst werden, fließen automatisch in eine europaweite Rückführungsdatenbank ein, was es für Nicht-EU-Mitarbeiter erschwert, ihren Status durch einen Wechsel zwischen Mitgliedstaaten „zurückzusetzen“.
Eine Nichteinhaltung der neuen Informationsfristen könnte Frankreich vor den Europäischen Gerichtshof bringen – ein Szenario, das Paris nach früheren Vertragsverletzungsverfahren wegen Rückständen bei Aufenthaltstiteln unbedingt vermeiden will. Parallel dazu sind auch die Gespräche zur Wettbewerbsfähigkeit der EU von Bedeutung. Frankreich befürwortet die Verwendung von Überschussmitteln aus Horizon Europe für ein neues Talentförderprogramm, das an das eigene „Passeport Talent“-Visum angelehnt ist, mit dem 2025 ein Rekord von 24.300 Genehmigungen erteilt wurde.
Die Schlussfolgerungen des Rates werden voraussichtlich am späten Freitag erwartet; falls die Regierungschefs dem Rückführungsabkommen zustimmen, plant das Parlament eine Plenarabstimmung im Oktober mit einer Umsetzung zwei Jahre später. Unternehmen, die für 2027-2028 innergemeinschaftliche Versetzungen planen, sollten daher jetzt mit der Planung der Compliance-Prozesse beginnen. Das französische Innenministerium wird nächste Woche Branchenverbände darüber informieren, wie der Entwurf der Richtlinie mit den nationalen Plänen zur Zusammenführung der IT-Backoffices der Präfekturen in ein einheitliches „France Mobilité“-Portal harmoniert. Frühzeitige Anwender aus der Luft- und Raumfahrt sowie der Luxusgüterbranche wurden zu einem Pilotprojekt eingeladen, das ab September automatisierte Datenübermittlungen an die EU-Rückführungsplattform testet.
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