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Indien verschärft Einreisebestimmungen an der Grenze zu Pakistan: Liste der Schutzgebiete für Distrikte in Rajasthan aktualisiert

Juni 20, 2026
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Indien verschärft Einreisebestimmungen an der Grenze zu Pakistan: Liste der Schutzgebiete für Distrikte in Rajasthan aktualisiert
Indiens Innenministerium (MHA) hat eine neue Bekanntmachung im Amtsblatt veröffentlicht, die die Immigration and Foreigners Order 2025 ändert und die Liste der „geschützten Gebiete“ in sechs Distrikten von Rajasthan aktualisiert, die eine sensible Landgrenze zu Pakistan teilen – Jaisalmer, Bikaner, Sriganganagar, Barmer, Phalodi und Jalore. Ab dem 19. Juni 2026 müssen alle ausländischen Staatsangehörigen – einschließlich Inhaber einer Overseas Citizen of India (OCI)-Karte – für Reisen, Arbeit, Freiwilligentätigkeiten oder Übernachtungen in den neu aufgeführten Tehsils zusätzlich zum indischen Visum eine Protected Area Permit (PAP) beantragen. Die Stadtgrenzen großer Bevölkerungszentren wie Jaisalmer, Bikaner und Barmer sowie beliebte Wüsten-Tourismusgebiete wie die Sam-Sanddünen sind ausdrücklich ausgenommen, doch das umliegende ländliche Gebiet unterliegt nun strengeren Kontrollen.

Hintergrund: Indien erklärt bestimmte Zonen entlang der internationalen Grenzen und in einigen Stammesgebieten als „geschützt“ oder „beschränkt“, um strategische Einrichtungen und indigene Gemeinschaften zu schützen. Ausländer dürfen diese Gebiete nur mit vorheriger Sicherheitsfreigabe betreten. Die letzte umfassende Aktualisierung für Rajasthan erfolgte 2018; seitdem wurde die Grenzinfrastruktur ausgebaut und der Tourismus in der Thar-Wüste hat stark zugenommen, was die Sicherheitsbehörden veranlasste, die Karte neu zu bewerten.

Auswirkungen auf Wirtschaft und Mobilität:
1. Reiseveranstalter, die Wüstensafaris, Filmproduktionen oder Abenteuer-Rallyes organisieren, müssen ihre Routen überprüfen, um sicherzustellen, dass Übernachtungen und Camps nicht in neu benannte Dörfer fallen.
2. Geschäftsreisende, die Bergbau-, Erneuerbare-Energien- oder Verteidigungsprojekte in der Grenzregion besuchen, sollten 6–8 Wochen für die PAP-Bearbeitung über das Online-Portal des MHA oder eine indische Auslandsvertretung einplanen.
3. Indische Gastgeber (z. B. Projektstandorte oder NGOs) müssen eine Verpflichtungserklärung einreichen, die die Bewegungen und Unterbringung der Besucher garantiert.
4. Unternehmen, die ausländische Experten für Inbetriebnahmearbeiten vor Ort beschäftigen, sollten prüfen, ob die Unterbringung der Mitarbeiter in ausgenommenen Stadtgebieten erfolgen kann, um Verzögerungen bei der Genehmigung zu vermeiden.

Analysten weisen darauf hin, dass die Verordnung erstmals den Begriff „OCI-Karteninhaber“ im Rahmen der geschützten Gebiete definiert – eine Grauzone, die zuvor zu uneinheitlicher Durchsetzung führte. Obwohl OCI-Inhaber visafreien Zugang nach Indien haben, müssen sie nun wie andere Ausländer eine PAP beantragen, wenn sie in den genannten Distrikten von Rajasthan unterwegs sind.

Die Neuausrichtung der Politik unterstreicht New Delhis doppeltes Ziel: das tourismusgetriebene Wachstum in Rajasthan zu fördern und gleichzeitig die Grenzsicherheit angesichts erhöhter regionaler Spannungen zu gewährleisten. Organisationen mit grenzüberschreitenden Lieferketten oder Infrastrukturprojekten in der Wüste sollten ihre Reisepläne umgehend überprüfen und Mitarbeiterschulungen aktualisieren, um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen.
Quelle: ABP Live (PTI wire)

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