
Das Generalkonsulat Italiens in Zürich veröffentlichte am 19. Juni eine Mitteilung mit den nächsten Terminen für Prenot@MI-Buchungen zur Beantragung von Reisepässen und der elektronischen Identitätskarte (Carta d’Identità Elettronica, CIE). Die Termine werden jeweils jeden zweiten Montag um 12 Uhr freigeschaltet, wobei die erste Vergabe am 29. Juni erfolgt und Termine bis zum 31. Juli abdeckt. Für die rund 600.000 Italiener in der Schweiz ist diese Ankündigung mehr als nur eine bürokratische Formalität. Ein Rückstau aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage nach biometrischen Dokumenten – die für die Nutzung der EU-eGates im Rahmen des Entry/Exit-Systems erforderlich sind – hat viele Pendler mit doppelter Staatsbürgerschaft dazu gezwungen, mit bald ablaufenden Pässen zu reisen. Das Konsulat bearbeitet inzwischen über 1.200 Passanträge pro Monat, ein Anstieg von 35 % im Jahresvergleich. Arbeitgeber mit grenzüberschreitenden Mitarbeitenden sollten italienische Staatsangehörige daran erinnern, ihre Termine rechtzeitig zu buchen und dabei Desktop-Browser statt mobiler Geräte zu verwenden, wie es der technische Support des Konsulats empfiehlt. Fehlende oder abgelaufene Pässe können bei Polizeikontrollen die Gültigkeit von Schweizer Arbeitsbewilligungen (Typ L und B) gefährden. Gleichzeitig hat Rom die Gültigkeit der CIE für Bürger ab 70 Jahren auf unbegrenzte Zeit verlängert, was den Erneuerungsdruck mindert, während jüngere Berufstätige weiterhin dem üblichen zehnjährigen Zyklus unterliegen. Personalabteilungen sollten ihre Mobilitäts-Checklisten an den Zürcher Buchungsrhythmus anpassen und Projektzeitpläne entsprechend großzügiger gestalten.
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