
Der regionale Betreiber Arriva Udine bestätigte, dass am 19. Juni der Betrieb auf seinem städtischen und überregionalen Netz aufgrund eines 24-stündigen Streiks der unabhängigen Gewerkschaft ASI-AU stark eingeschränkt war. Der bereits drei Tage zuvor angekündigte Ausstand führte zu zahlreichen Ausfällen und Verspätungen, während die Verbindungen von APT Gorizia, ATAP Pordenone und Trieste Trasporti normal verkehrten. Obwohl es sich hauptsächlich um einen lokalen Konflikt über Dienstpläne und Lohngleichheit handelte, beeinträchtigte der Streik die grenzüberschreitende Mobilität, da die Arriva-Linie 301 Udine über den Tarvisio-Pass mit Ljubljana verbindet. Internationale Pendler wurden auf Trenitalia-Züge verwiesen, deren Sitzplatzkapazitäten aufgrund der gleichzeitig stattfindenden Schulferien jedoch begrenzt waren. Unternehmen, die Mitarbeiter in die Biotech- und Luftfahrtzentren Friauls verlegten, meldeten verpasste Flüge am Flughafen Venedig Marco Polo, da die Shuttlebusse gestrichen wurden. Das italienische Gesetz garantiert während der Hauptverkehrszeiten sogenannte „fasce di garanzia“ (Mindestservicezeiten), doch werden Streikankündigungen im öffentlichen Nahverkehr oft erst 24 Stunden vorher auf dem Portal des Verkehrsministeriums veröffentlicht. Mobilitätsmanager sollten daher Echtzeit-RSS-Feeds abonnieren und alternative Routen über Mietwagen oder Carsharing-Apps planen. Arriva relativierte die Auswirkungen und verwies auf digitale Ticketdaten, die ein Passagieraufkommen von 35 % eines normalen Freitags zeigten. Dennoch verdeutlicht der Vorfall die zersplitterte Tariflandschaft Italiens und den Bedarf an Notfallklauseln in Reiseversicherungen.
Quelle: TPL FVG
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