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Menschenrechtsorganisationen starten am 21. Juni eine zehntägige Online-Petition für dauerhafte Visa für „vorübergehende“ Flüchtlinge

Juni 22, 2026
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Menschenrechtsorganisationen starten am 21. Juni eine zehntägige Online-Petition für dauerhafte Visa für „vorübergehende“ Flüchtlinge
Eine von der Human Rights Law Centre (HRLC), dem Asylum Seeker Resource Centre und GetUp angeführte Koalition startete am 21. Juni 2026 um Mitternacht eine Online-Petition, die die Regierung Albanese auffordert, etwa 700 Menschen, die nach jahrelanger Offshore-Haft weiterhin mit temporären oder Übergangsvisa leben, dauerhaftes Aufenthaltsrecht zu gewähren. Unter dem Hashtag #LetThemStayForGood argumentiert die Kampagne, dass Flüchtlinge, die von Nauru und Papua-Neuguinea nach Australien gebracht wurden – von denen viele inzwischen Familien, Arbeitsplätze und soziale Bindungen aufgebaut haben – nicht gezwungen werden sollten, ihre kurzfristigen Visa immer wieder zu verlängern. Die Organisatoren sprechen von einem „rechtlichen Schwebezustand“, da das aktuelle Migrationsrecht sie als „vorübergehende Personen“ einstuft, die keinen Zugang zu regulären dauerhaften Aufenthaltswegen haben. Die Petition läuft bis zum 30. Juni und ist Teil der Aktivitäten zur Flüchtlingswoche. Gleichzeitig bereiten HRLC-Anwälte einen Musterprozess vor, der die Verfassungsmäßigkeit ministerieller Anweisungen infrage stellt, die den Zugang zu dauerhaften Visa für diese Gruppe einschränken. Sollte die Petition mehr als 100.000 Unterschriften erreichen, planen die Befürworter ein Treffen mit dem Einwanderungsminister, um die Liste persönlich zu übergeben. Arbeitgeber, die qualifizierte Flüchtlinge beschäftigen, warnen, dass die Unsicherheit bei Visa die langfristige Personalplanung erschwert, da es schwierig sei, Ausbildungsbudgets oder regionale Einsätze zu genehmigen, wenn Mitarbeiter alle 12 Monate ihre Visa erneuern müssen. Der Business Council of Australia hat bereits aus wirtschaftlichen Gründen einen Weg zur dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung unterstützt und darauf hingewiesen, dass die Fluktuationskosten jährlich in die zig Millionen Dollar gehen. Experten gehen davon aus, dass die Kampagne Einfluss auf den bevorstehenden Migration Amendment Bill haben könnte, der voraussichtlich im August eingebracht wird und Regelungen zur Legalisierung von langfristigen TPV- und SHEV-Inhabern enthalten könnte.
Quelle: Seedbomb community calendar / HRLC

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