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Irland schiebt 42 südafrikanische Staatsangehörige bei nächtlicher Charteraktion ab

Juni 23, 2026
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Irland schiebt 42 südafrikanische Staatsangehörige bei nächtlicher Charteraktion ab
Irland führte am späten 21. Juni seine vierte groß angelegte Abschiebungscharter des Jahres durch und deportierte 42 südafrikanische Staatsbürger, gegen die endgültige Abschiebungsbescheide vorlagen. Die Gruppe – neun Männer, 18 Frauen und 15 Kinder – wurde von Beamten des Garda National Immigration Bureau (GNIB), medizinischem Personal, einem Dolmetscher und einem unabhängigen Menschenrechtsbeobachter auf einem Rückflug von Dublin nach Johannesburg im Wert von 735.000 Euro begleitet. Zwei der Abgeschobenen hatten in Irland Vorstrafen; die übrigen hatten alle Rechtsmittel gegen die Abschiebung ausgeschöpft. Nach dem Abflug erklärte Justizminister Jim O’Callaghan, dass „die meisten Südafrikaner in Irland legal hier leben und einen positiven Beitrag leisten“, betonte jedoch, dass „die Einhaltung der Einwanderungsgesetze entscheidend ist, um das Vertrauen der Öffentlichkeit in ein faires System zu erhalten“. Migrations-Staatssekretär Colm Brophy ergänzte, dass bisher 2.108 Abschiebebescheide im Jahr 2026 unterzeichnet wurden, im Vergleich zu 4.700 im gesamten Jahr 2025, was den Abbau eines Rückstaus aus der Pandemiezeit widerspiegelt. Das Justizministerium bestätigte, dass dies die vierte Charter im Jahr 2026 war; drei frühere Flüge hatten 130 Personen – darunter 67 EU-Bürger – überwiegend wegen Straftaten deportiert. Vor der Abschiebung durchlief jede Person eine medizinische Untersuchung und Risikobewertung; Familien wurden nicht getrennt, alle Minderjährigen reisten mit einem Elternteil oder gesetzlichen Vormund. Großangelegte Abschiebungen sind in Irland politisch heikel, da das Land eine Rekordzuwanderung und Wohnraummangel erlebt. Wirtschaftsverbände begrüßten die Durchsetzungsmaßnahmen als Signal, dass der Staat die Regeln durchsetzt, dabei aber großzügige Arbeits- und Studienvisa beibehält, auf die Arbeitgeber angewiesen sind. Migrantenrechtsorganisationen hinterfragten jedoch die Verhältnismäßigkeit der teuren Charterflüge gegenüber regulären Linienflügen und forderten mehr Transparenz bei den Auswahlkriterien. Für globale Mobilitätsmanager ist die Botschaft klar: Irland bleibt offen für qualifizierte Zuwanderung, erwartet aber strikte Einhaltung der Visabedingungen und wird gegen Überzieher konsequent vorgehen. Arbeitgeber sollten ihre Arbeitsberechtigungsnachweise überprüfen, rechtzeitige Verlängerungen sicherstellen und Mitarbeitende, deren Genehmigungen nicht verlängert werden, beim Ausreiseprozess unterstützen.
Quelle: Irish Sun

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