
Die Schweizer Armee und die Bundespolizei gaben am 23. Juni 2026 bekannt, dass ihre einwöchige Unterstützung beim Gipfeltreffen am Bürgenstock am Vierwaldstättersee „erfolgreich abgeschlossen“ wurde. Seit dem 19. Juni hatten täglich rund 1.300 Soldaten die Kantonspolizeien unterstützt, indem sie ausländische Delegationen bewachten, Konvois begleiteten und temporäre Flugverbotszonen durchsetzten. Im eingeschränkten Luftraum wurden fünf Verletzungen registriert; in zwei Fällen griffen Schweizer F/A-18-Kampfjets ein und eskortierten zivile Flugzeuge zurück in genehmigte Korridore. Am Boden gab es keine Sicherheitsvorfälle. Mit dem Ende der Konferenz wurden alle Flugbeschränkungen über der Zentralschweiz am 23. Juni um 18:00 Uhr MEZ aufgehoben, und die militärischen Kontrollstellen auf den Zufahrtsstraßen über Nacht abgebaut. Charterunternehmen mit Sitz in Genf teilten Global Mobility News mit, dass die während des Gipfels eingefrorenen VIP-Slot-Zuteilungen an den Flughäfen Zürich und Bern bis zum Morgen des 24. Juni wieder normalisiert waren, was den Druck auf Firmen-Shuttleflüge verringerte. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) rief Piloten dennoch dazu auf, NOTAMs sorgfältig zu prüfen, da ähnliche Luftverteidigungsmaßnahmen während der WTO-Ministerkonferenz im November erneut verhängt werden könnten. Für Mobilitätsmanager ist die Episode eine Erinnerung daran, dass die Schweiz trotz Schengen-Mitgliedschaft und normalerweise lockerer interner Kontrollen bei hochkarätigen Veranstaltungen strenge Sicherheitszonen errichten kann. Unternehmen, die Vorstandstreffen oder Incentive-Reisen in Ferienregionen planen, sollten zusätzliche Pufferzeiten einplanen und die Meldungen von BAZL und Kantonspolizei auf kurzfristige Einschränkungen beobachten. Der Gipfel zeigte zudem die wachsenden Fähigkeiten der Schweiz im Bereich der Drohnenabwehr: Die Armee setzte elektromagnetische Störsender ein, um eine 2 km große Drohnenverbotszone durchzusetzen – ein Novum bei einer zivilen Konferenz im Inland. Veranstalter könnten bald verpflichtet werden, Anti-Drohnen-Konzepte in ihre Genehmigungsanträge aufzunehmen. Kostenmäßig erklärte das Verteidigungsministerium, dass der Einsatz „nur marginale“ Mehrkosten verursachte, die im regulären VBS-Budget aufgefangen wurden. Der Kanton Nidwalden deutete jedoch an, dass die Überstunden der Polizei 2 Millionen CHF übersteigen könnten, eine Rechnung, die teilweise dem Gipfelveranstalter in Rechnung gestellt wird. Lokale Tourismusverbände fordern von Bern eine Entschädigung, da kurzfristige Stornierungen von Freizeitreisenden, die durch das Sicherheitsperimeter abgeschreckt wurden, zu Einbußen führten.
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