
Mit Beginn der Schulferien hat der Verkehr auf der A11 Karawanken-Autobahn stark zugenommen, was kilometerlange Staus am Grenzübergang Karawankentunnel zwischen Rosenbach (AT) und Jesenice (SI) verursacht. Live-Daten vom 30. Juni um 04:00 Uhr MEZ zeigten bereits Wartezeiten von über 60 Minuten für Fahrzeuge in Fahrtrichtung Süden. Die slowenische Polizei führt zeitweise Kontrollen durch, um den Sicherheitsabstand im einröhrigen Tunnel durchzusetzen, während die österreichischen Behörden weiterhin Stichproben zur Bekämpfung von Menschenschmuggel durchführen. Der Karawankentunnel ist ein bekannter Engpass, da der Verkehr in beide Richtungen sich bis zur Eröffnung der zweiten Röhre im Frühjahr 2026 eine Tunnelröhre teilen muss. Starker Touristenverkehr nach Kroatien und Italien sowie Rückreisende verschärfen die Situation zusätzlich. Spediteure berichten, dass einige Lkw-Fahrer über Tarvis oder den Loiblpass ausweichen, obwohl beide Alternativen zusätzliche Mautgebühren und steile Steigungen mit sich bringen. Für Mobilitätsplaner in Unternehmen bedeuten die Verzögerungen reale Kosten: Tagespauschalen steigen, geplante Lieferungen drohen ihre Just-in-Time-Fenster zu verpassen, und Fürsorgepflichten erfordern eine flexible Routenplanung. Mobilitätsberater empfehlen, grenzüberschreitende ÖBB-SŽ-Fahrkarten zu buchen oder Abfahrten außerhalb der Spitzenzeiten von Freitag bis Sonntag zu planen. Langfristige Entlastung wird mit der Eröffnung der zweiten Tunnelröhre kommen, die die Kapazität von 1.200 auf 2.800 Fahrzeuge pro Stunde verdoppelt. Bis dahin wird Unternehmen geraten, für Fahrten durch den Karawankenkorridor im Juli und August mindestens 90 Minuten Pufferzeit einzuplanen.
Quelle: Reisereporter