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Visagebühren steigen ab 1. Juli um 25 % – Wirtschaftsverbände warnen vor Schock bei Reisekosten

Juli 3, 2026
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Visagebühren steigen ab 1. Juli um 25 % – Wirtschaftsverbände warnen vor Schock bei Reisekosten
Australiens neues Finanzjahr begann mit einer harten Überraschung für Migranten, Studierende und Arbeitgeber. Ab dem 1. Juli 2026 hat das Innenministerium die Visumantragsgebühren (VACs) für fast alle Visakategorien um etwa 25 % erhöht. Die Grundgebühr für ein Studentenvisum (Subclass 500) stieg von 2.000 AUD auf 2.500 AUD, das Temporary Graduate-Visum (Subclass 485) kletterte von 4.600 AUD auf 5.750 AUD, und das Partner-Visum (820/801 oder 309/100) kostet nun rekordverdächtige 11.710 AUD. Migrationsanwälte weisen darauf hin, dass dies bereits die zweite deutliche Erhöhung innerhalb von sechzehn Monaten ist und die Steigerungen deutlich über der Inflationsrate und dem Lohnwachstum liegen. Die Erhöhungen betreffen auch sekundäre Antragsteller sowie Überprüfungsgebühren vor dem neuen Verwaltungsüberprüfungstribunal. Tabellen der Kanzlei Hannan Tew zeigen ähnliche zweistellige Zuwächse bei arbeitgebergesponserten Visa wie den Skills-in-Demand (Subclass 482) und ENS 186, wodurch die Gesamtkosten für eine Familie mit vier Personen über 20.000 AUD steigen. Die Wirtschaft reagierte schnell: Die Australian Chamber of Commerce and Industry (ACCI) kritisierte, die Gebührenerhöhung sei „ohne Konsultation“ eingeführt worden und werde internationale Studierende, Touristen und dringend benötigte Fachkräfte abschrecken – gerade in Zeiten akuten Arbeitskräftemangels. „Australien hatte bereits das weltweit teuerste Studentenvisum. Eine weitere Erhöhung sendet ein schlechtes Signal an den globalen Markt“, warnte ACCI-Geschäftsführer Andrew McKellar. Auch Universities Australia äußerte Bedenken und schätzt, dass die zusätzlichen 500 AUD pro neuem Studierenden die Einnahmen aus dem Bildungs-Export im kommenden Semester um mehrere zehn Millionen reduzieren könnten. Tourismusunternehmen befürchten, dass höhere Gebühren für Besuchervisa Reisen nach Neuseeland und Kurzstreckenflüge weniger wettbewerbsfähig gegenüber Zielen wie Thailand und Japan machen. Arbeitgeber und Mobility-Manager werden dringend geraten, ihre Umzugsbudgets sofort neu zu kalkulieren, zu prüfen, ob geplante Nominierungen noch zu den alten Gebühren eingereicht werden können, und potenzielle Entsandte, die auf einen Weg zur dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung hoffen, darauf hinzuweisen, dass die Gesamtkosten für ihre Anträge stark gestiegen sind.
Quelle: Hannan Tew Lawyers / Australian Chamber of Commerce & Industry

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