
Euronews hat einen ausführlichen Bericht veröffentlicht, der die technischen und politischen Gründe analysiert, warum das Ein- und Ausreisesystem (EES) gerade jetzt, wo viele Europäer in den Urlaub starten, zu „Albtraum“-Schlangen führt. Der Artikel, verfasst vom italienischen Korrespondenten Vincenzo Genovese, erklärt, dass das EES seit dem 10. April 2026 vollständig in Betrieb ist und an allen Außengrenzen, einschließlich italienischer Flughäfen und Fährhäfen, verpflichtend angewendet wird. Das System richtet sich an Kurzzeitbesucher aus Nicht-EU-Staaten, erfasst Fingerabdrücke und Gesichtsaufnahmen und berechnet automatisch die 90/180-Tage-Regel. Ziel ist es, die Sicherheit zu erhöhen und Überziehungen des Aufenthalts zu verhindern.
Die Einführung hat jedoch Schwächen bei der Schulung des Personals, der Zuverlässigkeit der Terminals und der Passagierinformation offenbart. Die Kommission berichtet, dass seit April bereits mehr als 40.000 Reisenden die Einreise verweigert wurde, während Fluggesellschaften darauf hinweisen, dass technische Probleme dazu führen, dass deutlich mehr legitime Passagiere Anschlussflüge verpassen. Besonders problematisch sind in Italien Häfen wie Genua, wo die Check-in-Flächen für Kreuzfahrten begrenzt sind, sowie Grenzübergänge zur Schweiz, an denen Pendler aus dem Tessin im Sommer mit Touristen in langen Warteschlangen stehen.
Der Bericht warnt zudem, dass lange Abfertigungszeiten am Flughafen Mailand-Malpensa das Slot-Performance-Verhältnis gefährden und zu Strafen durch die italienische Luftfahrtbehörde ENAC führen könnten. Euronews zitiert Quellen, die darauf hinweisen, dass die eigentliche Belastungsprobe am 10. September bevorsteht, wenn die Übergangsfrist für die biometrische Erfassung endet. Sollte Italien nicht mindestens 1.000 zusätzliche Grenzbeamte einstellen oder mehr automatische Kontrollsysteme (e-Gates) einsetzen, könnten die heutigen Warteschlangen „noch harmlos“ wirken.
Für Unternehmen lautet die Empfehlung, nicht-EU-Mitarbeiter und Kunden umfassend vorzubereiten: Eine Voranmeldung ist nicht möglich, daher sollten Erstnutzer mit 60 bis 90 Sekunden pro Person rechnen, multipliziert mit der Größe der Familiengruppe. Für Geschäftsreisende könnten kostenpflichtige Premium-Spuren eine sinnvolle Investition sein.
Die Einführung hat jedoch Schwächen bei der Schulung des Personals, der Zuverlässigkeit der Terminals und der Passagierinformation offenbart. Die Kommission berichtet, dass seit April bereits mehr als 40.000 Reisenden die Einreise verweigert wurde, während Fluggesellschaften darauf hinweisen, dass technische Probleme dazu führen, dass deutlich mehr legitime Passagiere Anschlussflüge verpassen. Besonders problematisch sind in Italien Häfen wie Genua, wo die Check-in-Flächen für Kreuzfahrten begrenzt sind, sowie Grenzübergänge zur Schweiz, an denen Pendler aus dem Tessin im Sommer mit Touristen in langen Warteschlangen stehen.
Der Bericht warnt zudem, dass lange Abfertigungszeiten am Flughafen Mailand-Malpensa das Slot-Performance-Verhältnis gefährden und zu Strafen durch die italienische Luftfahrtbehörde ENAC führen könnten. Euronews zitiert Quellen, die darauf hinweisen, dass die eigentliche Belastungsprobe am 10. September bevorsteht, wenn die Übergangsfrist für die biometrische Erfassung endet. Sollte Italien nicht mindestens 1.000 zusätzliche Grenzbeamte einstellen oder mehr automatische Kontrollsysteme (e-Gates) einsetzen, könnten die heutigen Warteschlangen „noch harmlos“ wirken.
Für Unternehmen lautet die Empfehlung, nicht-EU-Mitarbeiter und Kunden umfassend vorzubereiten: Eine Voranmeldung ist nicht möglich, daher sollten Erstnutzer mit 60 bis 90 Sekunden pro Person rechnen, multipliziert mit der Größe der Familiengruppe. Für Geschäftsreisende könnten kostenpflichtige Premium-Spuren eine sinnvolle Investition sein.
Quelle: Euronews
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