
Der schnell wachsende Flughafen Mailand-Bergamo in Italien wurde von der europäischen Luftfahrtbranche als eines von sieben Schengen-Drehkreuzen identifiziert, die diesen Sommer durch das neue europäische Ein- und Ausreisesystem (EES) am stärksten von Stillständen bedroht sind. Das digitale Grenzregime, das ab April 2026 vollständig eingeführt wird, ersetzt das Stempeln von Pässen bei Nicht-EU-Reisenden durch die verpflichtende Erfassung von Fingerabdrücken und Gesichtsbildern bei der ersten Einreise sowie die biometrische Überprüfung bei jeder weiteren Grenzüberquerung.
In einem offenen Brief vom 2. Juli forderten Airlines for Europe (A4E), der Airports Council International Europe (ACI-EUROPE) und die International Air Transport Association (IATA) die Europäische Kommission auf, den Mitgliedstaaten zu erlauben, das System während der Juli-August-Spitzenzeit auszusetzen. Ryanair, dessen Passagieraufkommen in Bergamo über 13 Millionen pro Jahr liegt, warnte vor „fünfstündigen Warteschlangen“, falls keine Maßnahmen ergriffen werden. Bergamo verfügt derzeit nur über 20 automatisierte Kioske für die erstmalige biometrische Erfassung – deutlich weniger als die vom Flughafenbetreiber geforderten 40. Auch beim Personal gibt es Probleme: Die Dienstpläne der Grenzpolizei wurden letzten Winter erstellt, bevor die endgültigen EES-Spezifikationen bekannt waren.
Ähnliche Engpässe wurden auch am Flughafen Rom-Ciampino und mehreren Regionalflughäfen festgestellt, was zu verpassten Anschlussflügen, Verzögerungen auf dem Rollfeld und Flugumleitungen im dicht getakteten italienischen Inlandsnetz führen könnte. Aus Sicht der Geschäftsreisenden könnte der Zeitpunkt kaum ungünstiger sein: Mailand richtet Mitte Juli die Design Week aus, während die Fabriken in der Lombardei Ende August die Produktion wieder aufnehmen – beide Ereignisse führen zu einem starken Anstieg internationaler Ankünfte mit engen Anschlussplänen.
Personalabteilungen raten bereits jetzt Führungskräften, längere Umsteigezeiten einzuplanen, einen Ausdruck der biometrischen Registrierung mitzuführen und Notfallpläne für die Arbeit aus Italien vorzubereiten, falls Meetings durch Grenzverzögerungen ausfallen. Die Kommission betont, dass das 1,3 Milliarden Euro teure System für Sicherheit und Migrationsmanagement unverzichtbar sei, hat aber angedeutet, bei Engpässen „gezielte Flexibilität“ zu ermöglichen. Unternehmen sollten ihre Reisenden derzeit über die 90/180-Tage-Schengen-Regel informieren – das EES automatisiert die Überwachung von Aufenthaltsüberschreitungen – und sie ermutigen, sich dort vorab zu registrieren, wo dies von Airlines oder Flughäfen angeboten wird.
Mit einer finalen Anleitung aus Brüssel ist vor dem 15. Juli zu rechnen, wenn das Passagieraufkommen traditionell stark ansteigt.
In einem offenen Brief vom 2. Juli forderten Airlines for Europe (A4E), der Airports Council International Europe (ACI-EUROPE) und die International Air Transport Association (IATA) die Europäische Kommission auf, den Mitgliedstaaten zu erlauben, das System während der Juli-August-Spitzenzeit auszusetzen. Ryanair, dessen Passagieraufkommen in Bergamo über 13 Millionen pro Jahr liegt, warnte vor „fünfstündigen Warteschlangen“, falls keine Maßnahmen ergriffen werden. Bergamo verfügt derzeit nur über 20 automatisierte Kioske für die erstmalige biometrische Erfassung – deutlich weniger als die vom Flughafenbetreiber geforderten 40. Auch beim Personal gibt es Probleme: Die Dienstpläne der Grenzpolizei wurden letzten Winter erstellt, bevor die endgültigen EES-Spezifikationen bekannt waren.
Ähnliche Engpässe wurden auch am Flughafen Rom-Ciampino und mehreren Regionalflughäfen festgestellt, was zu verpassten Anschlussflügen, Verzögerungen auf dem Rollfeld und Flugumleitungen im dicht getakteten italienischen Inlandsnetz führen könnte. Aus Sicht der Geschäftsreisenden könnte der Zeitpunkt kaum ungünstiger sein: Mailand richtet Mitte Juli die Design Week aus, während die Fabriken in der Lombardei Ende August die Produktion wieder aufnehmen – beide Ereignisse führen zu einem starken Anstieg internationaler Ankünfte mit engen Anschlussplänen.
Personalabteilungen raten bereits jetzt Führungskräften, längere Umsteigezeiten einzuplanen, einen Ausdruck der biometrischen Registrierung mitzuführen und Notfallpläne für die Arbeit aus Italien vorzubereiten, falls Meetings durch Grenzverzögerungen ausfallen. Die Kommission betont, dass das 1,3 Milliarden Euro teure System für Sicherheit und Migrationsmanagement unverzichtbar sei, hat aber angedeutet, bei Engpässen „gezielte Flexibilität“ zu ermöglichen. Unternehmen sollten ihre Reisenden derzeit über die 90/180-Tage-Schengen-Regel informieren – das EES automatisiert die Überwachung von Aufenthaltsüberschreitungen – und sie ermutigen, sich dort vorab zu registrieren, wo dies von Airlines oder Flughäfen angeboten wird.
Mit einer finalen Anleitung aus Brüssel ist vor dem 15. Juli zu rechnen, wenn das Passagieraufkommen traditionell stark ansteigt.
Quelle: The Guardian / Euronews
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