
Der Flughafen Václav Havel Prag hat still und leise ein Software-Update für sein automatisiertes Grenzkontrollsystem e-Gate eingeführt. Dabei wurden die kleinen Nationalflaggen, die bisher neben den Ländernamen angezeigt wurden, durch eine schlichte, rein textbasierte Liste mit ISO-Codes ersetzt. Die Flughafen-Sprecherin Denisa Hejtmánková bestätigte am 4. Juli gegenüber der taiwanesischen Nachrichtenagentur CNA, dass es sich bei der Änderung ausschließlich um eine kosmetische Anpassung handelt: Alle Nationalitäten, die bisher für die schnellen elektronischen Gates zugelassen waren – darunter Inhaber taiwanesischer, britischer und australischer Pässe – bleiben unter den gleichen Bedingungen berechtigt.
Das Update ist Teil einer europaweiten Initiative zur Standardisierung der Benutzeroberflächen im Vorfeld der Einführung des Entry/Exit-Systems (EES). Dieses wird von Nicht-EU-Kurzzeitbesuchern verlangen, bei der Einreise in den Schengen-Raum Fingerabdrücke und Gesichtsbilder zu registrieren. Der Flughafen Prag begann bereits im letzten Monat mit Tests der verbesserten e-Gates, um einen reibungslosen Übergang sicherzustellen, wenn das EES im Herbst 2026 EU-weit in Betrieb geht.
Das Entfernen der Flaggen soll politische Sensibilitäten vermeiden – etwa die Verwendung der Flagge der Republik China (Taiwan) – und Übersetzungsprobleme beseitigen, die die Software-Zertifizierung verzögerten, so die Verantwortlichen. Für Geschäftsreisende ist die Änderung vor allem symbolisch, doch die technische Aufrüstung ist bedeutend: Die Anzahl der e-Gate-Spuren wurde von 18 auf 26 erhöht und neue biometrische Terminals in der Ankunftshalle installiert. Laut dem Ausländeramt der tschechischen Polizei wird dadurch die Abfertigungskapazität pro Stunde um etwa 30 % steigen, was die Warteschlangen in der Hauptsaison, die zuletzt über 45 Minuten betrugen, deutlich verkürzen soll.
Unternehmen, die Mitarbeiter in die Tschechische Republik entsenden, sollten ihre Mitarbeiter daran erinnern, mit einem biometrischen Reisepass zu reisen, der mindestens drei Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültig ist, da manuelle Kontrollstellen nach Einführung des EES deutlich langsamer werden könnten. Der Flughafen arbeitet zudem mit dem Innenministerium daran, den Zugang zu den e-Gates auf ausgewählte Drittstaatsangehörige mit tschechischer langfristiger Aufenthaltserlaubnis auszuweiten – eine Maßnahme, die in Deutschland und Österreich bereits umgesetzt ist. Sollte dies genehmigt werden, könnten Inhaber von Blue Cards und Intra-Company-Transfer-Erlaubnissen die automatisierten Spuren bis Dezember nutzen, was die Mobilität von Unternehmen weiter beschleunigt.
Für Reisende wird sich praktisch nur bemerkbar machen, dass die bekannten Reihen kleiner Flaggen verschwunden sind. „Die Zulassungsregeln haben sich nicht geändert, nur die Darstellung“, betonte Hejtmánková. Für Mobility-Manager ist die Botschaft jedoch klar: Prag treibt die technologische Modernisierung voran, die künftig entscheidend beeinflussen wird, wie schnell Mitarbeiter im Zeitalter nach dem EES ein- und ausreisen können.
Das Update ist Teil einer europaweiten Initiative zur Standardisierung der Benutzeroberflächen im Vorfeld der Einführung des Entry/Exit-Systems (EES). Dieses wird von Nicht-EU-Kurzzeitbesuchern verlangen, bei der Einreise in den Schengen-Raum Fingerabdrücke und Gesichtsbilder zu registrieren. Der Flughafen Prag begann bereits im letzten Monat mit Tests der verbesserten e-Gates, um einen reibungslosen Übergang sicherzustellen, wenn das EES im Herbst 2026 EU-weit in Betrieb geht.
Das Entfernen der Flaggen soll politische Sensibilitäten vermeiden – etwa die Verwendung der Flagge der Republik China (Taiwan) – und Übersetzungsprobleme beseitigen, die die Software-Zertifizierung verzögerten, so die Verantwortlichen. Für Geschäftsreisende ist die Änderung vor allem symbolisch, doch die technische Aufrüstung ist bedeutend: Die Anzahl der e-Gate-Spuren wurde von 18 auf 26 erhöht und neue biometrische Terminals in der Ankunftshalle installiert. Laut dem Ausländeramt der tschechischen Polizei wird dadurch die Abfertigungskapazität pro Stunde um etwa 30 % steigen, was die Warteschlangen in der Hauptsaison, die zuletzt über 45 Minuten betrugen, deutlich verkürzen soll.
Unternehmen, die Mitarbeiter in die Tschechische Republik entsenden, sollten ihre Mitarbeiter daran erinnern, mit einem biometrischen Reisepass zu reisen, der mindestens drei Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültig ist, da manuelle Kontrollstellen nach Einführung des EES deutlich langsamer werden könnten. Der Flughafen arbeitet zudem mit dem Innenministerium daran, den Zugang zu den e-Gates auf ausgewählte Drittstaatsangehörige mit tschechischer langfristiger Aufenthaltserlaubnis auszuweiten – eine Maßnahme, die in Deutschland und Österreich bereits umgesetzt ist. Sollte dies genehmigt werden, könnten Inhaber von Blue Cards und Intra-Company-Transfer-Erlaubnissen die automatisierten Spuren bis Dezember nutzen, was die Mobilität von Unternehmen weiter beschleunigt.
Für Reisende wird sich praktisch nur bemerkbar machen, dass die bekannten Reihen kleiner Flaggen verschwunden sind. „Die Zulassungsregeln haben sich nicht geändert, nur die Darstellung“, betonte Hejtmánková. Für Mobility-Manager ist die Botschaft jedoch klar: Prag treibt die technologische Modernisierung voran, die künftig entscheidend beeinflussen wird, wie schnell Mitarbeiter im Zeitalter nach dem EES ein- und ausreisen können.
Quelle: Focus Taiwan / CNA
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