
Europäische Luftfahrtverbände Airlines for Europe (A4E), Airports Council International Europe (ACI EUROPE) und die International Air Transport Association (IATA) haben einen offenen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen geschickt. Darin warnen sie, dass das neue Schengen-Ein- und Ausreisesystem (EES) nur wenige Tage nach dem Start bereits zu langen Warteschlangen und betrieblichen Engpässen führt.
Im Rahmen des EES müssen alle Nicht-EU-Reisenden bei der ersten Einreise an einer externen Schengen-Grenze Fingerabdrücke und ein Gesichtsfoto abgeben; bei späteren Reisen erfolgt die Kontrolle biometrisch statt durch einen Passstempel. Der Flughafen Prag Václav Havel, der das System seit Frühjahr schrittweise einführt, meldete diese Woche Wartezeiten von bis zu 45 Minuten bei einigen Langstreckenankünften. Das Bodenpersonal musste von der Flugfeldbetreuung zur Steuerung der Menschenmengen umgeschichtet werden. Ähnliche Probleme wurden an Flughäfen in Spanien, Italien und Polen berichtet.
Die Branchenverbände sehen zwei Hauptursachen: Viele Grenzkontrollstellen arbeiten noch mit veralteten Kabinen, die nachgerüstete Fingerabdruckscanner nutzen und den Prozess auf 60 bis 90 Sekunden pro Passagier verlangsamen. Zudem gibt es keine schnelle Umschaltmöglichkeit auf manuelle Stempel, wenn die Warteschlangen zu lang werden.
Sie fordern von Brüssel, den Mitgliedstaaten (darunter auch Tschechien) zu erlauben, die biometrische Pflicht während der Juli-August-Spitzenzeit auszusetzen und mobile Registrierungsteams einzusetzen, damit die Erstregistrierung auch abseits der Grenze erfolgen kann. Die Kommission hat für nächsten Dienstag eine Sondersitzung einberufen, um kurzfristige Maßnahmen zu beraten.
Tschechische Geschäftsreiseverbände drängen das Innenministerium, klare Notfallpläne zu veröffentlichen. Sie warnen, dass verpasste Anschlussflüge in Prag Auswirkungen auf Unternehmensreisen und Lieferkettenbesuche haben könnten. Praktisch wird Unternehmen, die diesen Sommer Nicht-EU-Mitarbeiter zu tschechischen Kunden schicken, empfohlen, mindestens drei Stunden Pufferzeit für Flugverbindungen in Prag oder anderen Schengen-Drehkreuzen einzuplanen, Passdaten möglichst vorab in den Apps der Fluggesellschaften zu hinterlegen und Reisende auf den zusätzlichen Fingerabdruckschritt vorzubereiten. Tschechische Multinationale sollten zudem ihre Fürsorgepflichten überprüfen, falls Übernachtungen wegen verpasster Anschlussflüge notwendig werden.
Im Rahmen des EES müssen alle Nicht-EU-Reisenden bei der ersten Einreise an einer externen Schengen-Grenze Fingerabdrücke und ein Gesichtsfoto abgeben; bei späteren Reisen erfolgt die Kontrolle biometrisch statt durch einen Passstempel. Der Flughafen Prag Václav Havel, der das System seit Frühjahr schrittweise einführt, meldete diese Woche Wartezeiten von bis zu 45 Minuten bei einigen Langstreckenankünften. Das Bodenpersonal musste von der Flugfeldbetreuung zur Steuerung der Menschenmengen umgeschichtet werden. Ähnliche Probleme wurden an Flughäfen in Spanien, Italien und Polen berichtet.
Die Branchenverbände sehen zwei Hauptursachen: Viele Grenzkontrollstellen arbeiten noch mit veralteten Kabinen, die nachgerüstete Fingerabdruckscanner nutzen und den Prozess auf 60 bis 90 Sekunden pro Passagier verlangsamen. Zudem gibt es keine schnelle Umschaltmöglichkeit auf manuelle Stempel, wenn die Warteschlangen zu lang werden.
Sie fordern von Brüssel, den Mitgliedstaaten (darunter auch Tschechien) zu erlauben, die biometrische Pflicht während der Juli-August-Spitzenzeit auszusetzen und mobile Registrierungsteams einzusetzen, damit die Erstregistrierung auch abseits der Grenze erfolgen kann. Die Kommission hat für nächsten Dienstag eine Sondersitzung einberufen, um kurzfristige Maßnahmen zu beraten.
Tschechische Geschäftsreiseverbände drängen das Innenministerium, klare Notfallpläne zu veröffentlichen. Sie warnen, dass verpasste Anschlussflüge in Prag Auswirkungen auf Unternehmensreisen und Lieferkettenbesuche haben könnten. Praktisch wird Unternehmen, die diesen Sommer Nicht-EU-Mitarbeiter zu tschechischen Kunden schicken, empfohlen, mindestens drei Stunden Pufferzeit für Flugverbindungen in Prag oder anderen Schengen-Drehkreuzen einzuplanen, Passdaten möglichst vorab in den Apps der Fluggesellschaften zu hinterlegen und Reisende auf den zusätzlichen Fingerabdruckschritt vorzubereiten. Tschechische Multinationale sollten zudem ihre Fürsorgepflichten überprüfen, falls Übernachtungen wegen verpasster Anschlussflüge notwendig werden.
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