
British Columbia setzte seine sektorspezifische Einwanderungsstrategie am 13. Juli fort und vergab mindestens 343 Einladungen im Rahmen des Provincial Nominee Program (BCPNP) über den Bereich Skills Immigration. Die Provinz teilte die Auswahlrunde zwischen den „Care“-Prioritäten – Gesundheitswesen, Kinderbetreuung, Veterinärdienste – und den „Build“-Prioritäten im Baugewerbe auf. Frühpädagogische Fachkräfte benötigten im Skills Immigration Registration System (SIRS) nur 108 Punkte, während mehrere Gesundheitsberufe bereits ab 96 Punkten eingeladen wurden. Das Baugewerbe erhielt zwar die meisten Einladungen, verlangte aber mit 97 Punkten auch die höchste Mindestpunktzahl, was den starken Wettbewerb angesichts rekordverdächtiger Wohnungsbauzahlen und öffentlicher Infrastrukturprojekte im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft widerspiegelt. Für Arbeitgeber bedeutet die gezielte Auswahlrunde einen schnelleren Zugang zu Arbeitserlaubnissen. Nach der Nominierung können Kandidaten ein zweijähriges Arbeitserlaubnisschreiben für B.C. erhalten und so die bundesstaatliche Arbeitsmarktprüfung umgehen. Personalabteilungen sollten ihre Rekrutierung an der dreisäuligen Strategie der Provinz – Care, Build, Innovate – ausrichten, um die Chancen auf eine Nominierung zu maximieren. Bislang wurden 2026 bereits 15 Auswahlrunden durchgeführt, wobei 70 Prozent der Nominierungen an prioritäre Sektoren gingen. Einwanderungsberater rechnen noch vor Sommerende mit mindestens einer weiteren Auswahlrunde ausschließlich für das Baugewerbe, da für Projekte in Metro Vancouver ein Mangel von 9.000 Fachkräften erwartet wird. Unternehmen sollten zudem die zum 1. August geltenden Erhöhungen der Bearbeitungsgebühren beachten: Die Antragsgebühr für Skills Immigration steigt auf 1.650 CAD, für den Unternehmerzweig auf 3.500 CAD. Die Budgets für Umzugspakete müssen entsprechend angepasst werden.
Quelle: ImmigToronto