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Erste biometrische „Operación Paso del Estrecho“ verzeichnet über 640.000 Reisende ohne größere Verzögerungen

Juli 17, 2026
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Erste biometrische „Operación Paso del Estrecho“ verzeichnet über 640.000 Reisende ohne größere Verzögerungen
Der jährliche Sommerexodus Spaniens nach Nordafrika hat die erste Monatsmarke mit vielversprechenden Zahlen und einem wichtigen technologischen Meilenstein erreicht. Laut dem Innenministerium haben zwischen dem 15. Juni und 15. Juli im Rahmen der Operación Paso del Estrecho (OPE) 2026 insgesamt 646.121 Passagiere und 160.698 Fahrzeuge die Fähren bestiegen, die Urlauber und Arbeitsmigranten über spanische Häfen nach Marokko, Algerien und Tunesien bringen.

Was dieses Jahr besonders macht, ist die verpflichtende Einführung des neuen EU-Ein- und Ausreisesystems (EES). Zum ersten Mal wurden keine Passseiten mehr abgestempelt; stattdessen wurden biometrische Daten der Reisenden digital erfasst und gespeichert. Befürchtungen von langen Wartezeiten erwiesen sich als unbegründet: Zusätzliche Polizeistände, mobile Erfassungseinheiten und „grüne Spuren“ für Familien sorgten dafür, dass die durchschnittlichen Wartezeiten selbst auf der stark frequentierten Strecke Algeciras–Tánger Med unter 20 Minuten blieben.

Erste biometrische „Operación Paso del Estrecho“ verzeichnet über 640.000 Reisende ohne größere Verzögerungen


Verantwortliche führen den reibungslosen Start auf monatelange Übungen mit den Fährbetreibern, ein Live-Dashboard zur gemeinsamen Nutzung der Warteschlangendaten mit den marokkanischen Behörden sowie eine Werbekampagne zurück, die Reisende dazu aufforderte, Tickets mit festem Datum vor Erreichen des Hafens zu kaufen. Virginia Barcones, Generalsekretärin für Zivilschutz, erklärte, die Erfahrung „bestätige, dass Spanien sehr hohe Passagierströme bewältigen kann und dabei die neuen EU-Regeln für intelligente Grenzen einhält.“

Für Mobilitätsmanager ist die Botschaft klar: Biometrische Grenzkontrollen sind längst nicht mehr nur ein Flughafen-Thema. Unternehmen, die Mitarbeiter nach Nordafrika entsenden oder auf Saisonarbeiter aus der Region angewiesen sind, sollten ihre Reisehinweise an den EES-Prozess anpassen, sicherstellen, dass die Pässe mindestens zwei freie Seiten für eventuelle Stempel haben, und zusätzliche Zeit für die erstmalige Registrierung von Fährreisenden einplanen. Da der Rückreiseverkehr voraussichtlich Ende August seinen Höhepunkt erreicht, sind Notfallpläne für Fahrer und Gruppenreisende weiterhin ratsam.
Quelle: La Moncloa – Ministerio del Interior

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