
Um die Bearbeitung zu standardisieren und Wartezeiten zu verkürzen, verlagert das US-Außenministerium ab dem 1. August 2026 die Routinebearbeitung von Einwanderungs- und Nichteinwanderungsvisa von 28 kleineren afrikanischen Vertretungen auf 19 größere „regionale Zentren“. Konsulate in Abidjan, Nairobi, Lagos, Addis Abeba und 15 weiteren Städten werden die Anträge benachbarter Missionen übernehmen, die künftig nur noch Notfallservices und Angelegenheiten für US-Bürger bearbeiten. Antragsteller aus Ländern wie Mali, Botswana oder Namibia müssen künftig Termine vereinbaren und die Gebühren für maschinenlesbare Visa (MRV) bei den zugewiesenen Hub-Botschaften entrichten. Auch medizinische Untersuchungen, Dokumentenübersetzungen und Kurierdienste könnten sich ändern. Das Außenministerium hat umfangreiche FAQs veröffentlicht, weist jedoch auf vorübergehende Terminengpässe hin, da sich die Fallzahlen verlagern. Für US-Unternehmen, die Mitarbeiter in West- und Zentralafrika rotieren lassen, bedeutet die Konsolidierung längere Anfahrtswege zu den Visa-Interviews und mögliche Übernachtungskosten in der Nähe der Hub-Standorte. Arbeitgeber sollten Reisende dazu anhalten, frühzeitig zu buchen und zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen einzuplanen. Drittstaatsangehörige mit Wohnsitz in den Hub-Ländern könnten von kürzeren Wartezeiten profitieren, sobald das System stabil läuft. Die Maßnahme folgt regionalen Pilotprojekten in der Karibik und im Pazifik und spiegelt Budgetzwänge sowie den Wunsch nach einheitlicher Betrugsbekämpfung wider. Konsularische Teams werden biometrische Daten austauschen und identische Kriterien für Interviewbefreiungen anwenden, was letztlich die Bearbeitung für risikoarme Reisende beschleunigen könnte. Beteiligte sollten Einladungsschreiben mit der korrekten Hub-Adresse aktualisieren und Antragsteller daran erinnern, die überarbeiteten Anforderungen an polizeiliche Führungszeugnisse und medizinische Gutachten zu prüfen, die nun von denen ihres Heimatlandes abweichen können.
Quelle: Fragomen
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