
Justizminister Costas Fitiris leitete am 24. Juli ein interinstitutionelles Treffen, das darauf abzielte, die Polizeiarbeit und die Sicherheit in Gemeinden Zyperns zu stärken, in denen die Migrantenbevölkerung stark angestiegen ist. Führungskräfte der zyprischen Polizei und Experten des Instituts für Demografie- und Migrationspolitik analysierten Daten zur Kriminalprävention und diskutierten die Umverteilung von Streifen in Viertel rund um Migrantenaufnahmezentren und überfüllte städtische Wohnheime. Obwohl die Gesamtkriminalitätsrate Zyperns im EU-Vergleich niedrig bleibt, haben Kleinkriminalität und zwischenmenschliche Gewalt in überlasteten Bezirken wie dem Zentrum von Nikosia und Larnaka zugenommen. Verantwortlich gemacht wurden überfüllte Wohnverhältnisse, eingeschränkter Zugang zu Arbeitsplätzen für Asylsuchende und ein Anstieg informeller Wirtschaftstätigkeiten. Der Minister forderte „ausgewogene Maßnahmen, die die Bewohner schützen, ohne Neuankömmlinge zu stigmatisieren“ und griff damit die Vorgaben aus Brüssel auf, dass Sicherheit und Integration Hand in Hand gehen müssen. Die Arbeitsgruppe plant Pilotprojekte mit gemischten Streifen, die Polizei, Sozialarbeiter und interkulturelle Mediatoren kombinieren, orientiert an Modellen aus Malta und Griechenland. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Datenaustausch: Die Einwanderungsbehörden werden anonymisierte Ankunftsdaten bereitstellen, damit die Polizei den Bedarf an Sprachmittlern und Opferschutzpersonal besser einschätzen kann. Für Arbeitgeber mit Expat-Programmen bedeutet die Initiative schnellere polizeiliche Führungszeugnisse für Aufenthaltserlaubnisse – Fitiris kündigte an, die Wartezeiten durch Digitalisierung der Hintergrundprüfungen um 40 % zu verkürzen. Umzugsmanager sollen ihre Mitarbeiter darauf vorbereiten, dass Personenkontrollen in der Nähe der von der UN überwachten Grünen Linie häufiger, aber routinemäßig werden könnten. Die Empfehlungen der Arbeitsgruppe fließen in die nationale Migrationsstrategie Zyperns für 2027–2030 ein, die diesen Herbst im Parlament vorgestellt wird. Unternehmen in betroffenen Bezirken könnten zu Programmen der sozialen Unternehmensverantwortung eingeladen werden, die Integration durch Sprachkurse und Jobmessen fördern sollen.
Quelle: Cyprus Mail
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