
Während eines zweitägigen Besuchs in Belgrad, der am 24. Juli endete, erklärte der tschechische Premierminister Andrej Babiš den serbischen Führungspersönlichkeiten, dass Prag Serbiens Beitritt sowohl zur Europäischen Union als auch zum Schengen-Raum „aktiv unterstützen“ werde. Bei Treffen mit Präsident Aleksandar Vučić und Premierminister Đuro Macut betonte Babiš, dass die Aufnahme Serbiens in Schengen „eine der letzten praktischen Hürden“ für tschechische Unternehmen, die im Westbalkan expandieren, beseitigen würde.
Mehr als 100 tschechische und serbische Firmen nahmen an einem bilateralen Wirtschaftsforum am Rande des Besuchs teil. Der Flugzeughersteller Aero Vodochody befindet sich in fortgeschrittenen Verhandlungen über den Verkauf von acht L-39 Skyfox Trainingsjets an die serbische Luftwaffe. Weitere tschechische Investoren – darunter PPF, Mattoni 1873, AŽD Prag und der Spezialist für Krankenhausbetten LINET – berichten, dass Passkontrollen und Zollformalitäten Projekte um Wochen verzögern und die Bewegung von Ingenieuren und Ersatzteilen erschweren.
Obwohl Serbien die EU-Beitrittsverhandlungen bereits 2014 aufgenommen hat, sind die Fortschritte schleppend. Die Schengen-Mitgliedschaft wird üblicherweise erst nach dem vollständigen EU-Beitritt gewährt, doch Babiš brachte die Idee einer gestuften Integration ins Spiel, die begrenztes passfreies Reisen auf wichtigen Geschäftsverbindungen ermöglichen würde. Der tschechische Vorschlag greift das informell in Brüssel diskutierte Modell eines „stufenweisen Beitritts“ auf und könnte, wenn angenommen, neue Mobilitätskorridore für Beitrittskandidaten erproben.
Für tschechische Multinationale hat dies große Bedeutung: Serbien ist bereits der zweitgrößte Empfänger tschechischer Greenfield-Investitionen auf dem Balkan, und die Beratungsgesellschaft EY schätzt, dass die Abschaffung von Grenzformalitäten den Handel zwischen Tschechien und Serbien innerhalb von zwei Jahren um 20 % steigern könnte. Gleichzeitig würde serbisches IT- und Ingenieurpersonal leichter Zugang zu tschechischen Projektstandorten erhalten, was das bestehende Programm für hochqualifizierte Fachkräfte des tschechischen Ministeriums für Industrie und Handel ergänzt.
Diplomaten warnen zwar vor politischen Hürden – etwa der Angleichung an die EU-Außenpolitik –, doch der Besuch signalisiert neuen Schwung. Mobilitätsmanager sollten auf Pilotprojekte achten, die visafreien Zugang oder beschleunigte Arbeitserlaubnisse für Projektmitarbeiter ermöglichen könnten – noch bevor eine formelle Schengenerweiterung erfolgt.
Mehr als 100 tschechische und serbische Firmen nahmen an einem bilateralen Wirtschaftsforum am Rande des Besuchs teil. Der Flugzeughersteller Aero Vodochody befindet sich in fortgeschrittenen Verhandlungen über den Verkauf von acht L-39 Skyfox Trainingsjets an die serbische Luftwaffe. Weitere tschechische Investoren – darunter PPF, Mattoni 1873, AŽD Prag und der Spezialist für Krankenhausbetten LINET – berichten, dass Passkontrollen und Zollformalitäten Projekte um Wochen verzögern und die Bewegung von Ingenieuren und Ersatzteilen erschweren.
Obwohl Serbien die EU-Beitrittsverhandlungen bereits 2014 aufgenommen hat, sind die Fortschritte schleppend. Die Schengen-Mitgliedschaft wird üblicherweise erst nach dem vollständigen EU-Beitritt gewährt, doch Babiš brachte die Idee einer gestuften Integration ins Spiel, die begrenztes passfreies Reisen auf wichtigen Geschäftsverbindungen ermöglichen würde. Der tschechische Vorschlag greift das informell in Brüssel diskutierte Modell eines „stufenweisen Beitritts“ auf und könnte, wenn angenommen, neue Mobilitätskorridore für Beitrittskandidaten erproben.
Für tschechische Multinationale hat dies große Bedeutung: Serbien ist bereits der zweitgrößte Empfänger tschechischer Greenfield-Investitionen auf dem Balkan, und die Beratungsgesellschaft EY schätzt, dass die Abschaffung von Grenzformalitäten den Handel zwischen Tschechien und Serbien innerhalb von zwei Jahren um 20 % steigern könnte. Gleichzeitig würde serbisches IT- und Ingenieurpersonal leichter Zugang zu tschechischen Projektstandorten erhalten, was das bestehende Programm für hochqualifizierte Fachkräfte des tschechischen Ministeriums für Industrie und Handel ergänzt.
Diplomaten warnen zwar vor politischen Hürden – etwa der Angleichung an die EU-Außenpolitik –, doch der Besuch signalisiert neuen Schwung. Mobilitätsmanager sollten auf Pilotprojekte achten, die visafreien Zugang oder beschleunigte Arbeitserlaubnisse für Projektmitarbeiter ermöglichen könnten – noch bevor eine formelle Schengenerweiterung erfolgt.