
Das Executive Office for Immigration Review (EOIR) hat das Einwanderungsgericht in Batavia im Westen von New York zum Geschäftsschluss am 24. Juli geschlossen und mehr als 10.000 anhängige Fälle an das Einwanderungsgericht in Buffalo übertragen. Eine Mitteilung an Praktiker vom 21. Juli wies darauf hin, dass ab dem 27. Juli alle Schriftsätze, Anträge und Korrespondenz bei Buffalo eingereicht werden müssen und Anhörungen in Haft per Videokonferenz stattfinden. Das Gericht in Batavia bearbeitete lange Zeit Fälle von Migranten, die in der nahegelegenen Bundeshaftanstalt festgehalten werden, einem der größten ICE-Gefängnisse im Nordosten. EOIR-Beamte nannten „Modernisierungsanforderungen der Einrichtung“ und „Ressourceneffizienz“ als Gründe für die Zusammenlegung, doch Einwanderungsanwälte befürchten, dass Entfernungen von bis zu 120 Kilometern persönliche Mandantengespräche erschweren und die pro bono Vertretung verringern werden. Die Schließung betrifft auch die Verteidigung von Unternehmensentfernungen: Ausländische Führungskräfte, die wegen Überschreitung ihrer Geschäftsvisa in Upstate New York festgenommen werden, müssen sich nun vor Richtern in Buffalo verantworten, die historisch höhere Raten von Abschiebungen in Abwesenheit aufweisen. Arbeitgeber sollten ihre Schnellreaktionsprotokolle überprüfen und sicherstellen, dass globale Mobilitätsteams die jeweiligen Einreichungsregeln der Gerichte kennen. EOIR kündigt an, die Personalstärke in Buffalo zu erhöhen und fünf virtuelle Anhörungsräume einzurichten, doch die American Immigration Lawyers Association drängt darauf, bis zum Abschluss der Renovierungen vor Ort in Batavia rechtlichen Zugang zu gewährleisten. Ohne diesen Zugang befürchten Anwälte Verzögerungen bei Routine-Anträgen auf Kaution, was die Haftdauer verlängert und die juristischen Kosten für Unternehmen in die Höhe treibt. Globale Reisemanager sollten ausländische Mitarbeiter, die durch West-New York reisen, über das erhöhte Durchsetzungsrisiko informieren, insbesondere angesichts der jüngsten ICE-Razzien in Arbeitsstätten entlang der Logistik-Korridore an der kanadischen Grenze.