
Das Vulkanasche-Warnzentrum (VAAC) des Bureau of Meteorology in Darwin veröffentlichte am 26. Juli mehrere Warnungen, nachdem der russische Vulkan Sheveluch Aschewolken in Reiseflughöhe über dem Nordpazifik-Korridor ausstieß. Obwohl der Ausbruch fast 6.000 km von Australien entfernt ist, ist das Darwin VAAC für die Überwachung der Asche über großen Teilen des Asien-Pazifik-Raums zuständig und wies auf eine mögliche Kontamination der Flugrouten hin, die von transpolaren Verbindungen zwischen Australien und Nordamerika genutzt werden. Qantas und mehrere asiatische Fluggesellschaften legen routinemäßig Ausweichrouten an, die während solcher Ereignisse die Halbinsel Kamtschatka umfliegen. Während erste Satellitenbilder von Himawari darauf hindeuteten, dass sich die Aschewolke auflöst, warnte das VAAC, dass obere Aschefragmente von Bordradar unentdeckt bleiben und eine Gefahr für Turbinen mit hohem Bypass-Verhältnis darstellen könnten. Airservices Australia hat eine Mitteilung herausgegeben, in der Betreiber aufgefordert werden, die Grenzwerte für die Triebwerkseinlass-Aschebelastung zu überprüfen und sicherzustellen, dass die Cockpit-Crews die neuesten SIGMET-Warnungen (Significant Meteorological Information) erhalten. Für Firmenreiseteams ist die unmittelbare Auswirkung gering – am 26. Juli musste kein australischer Abflug umgeleitet werden – doch Risikomanager sollten beachten, dass polare Routen stark für Fracht und dringend benötigte Ersatzteile genutzt werden. Sollte die Ascheaktivität anhalten, könnten Fluggesellschaften gezwungen sein, Zwischenstopps in Japan oder Alaska einzulegen, was die Gesamtflugzeit verlängert. Reiseversicherungen klassifizieren Ascheereignisse oft als „wetterbedingt“, sodass Umleitungskosten zu Lasten des Reisenden gehen können, sofern die Police keine Naturgefahrenklauseln enthält. Der Vorfall unterstreicht die Bedeutung der kontinuierlichen Überwachung der VAAC-Warnungen, die rund um die Uhr aktualisiert und in viele Flugverfolgungsplattformen integriert sind. Mobilitätsmanager, die diese Woche Flugteams nach Nordamerika entsenden, sollten weitere Warnungen aufmerksam verfolgen und Flexibilität in die Dienstpläne einbauen.
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