
In einem Update vom 27. Juli zum Übergangsprojekt hat IRCC wichtige Meilensteine seiner mehrjährigen Digitalplattform-Modernisierung (DPM) vorgestellt. Ziel der Initiative ist es, das veraltete Global Case Management System durch eine cloudbasierte Fallverwaltung, KI-gestützte Analysen und ein einheitliches Kundenportal zu ersetzen. Zu den wichtigsten Erfolgen zählt der landesweite Pilotversuch eines neuen Online-Kontos, das bereits von über 123.000 Besuchervisum-Kunden und 91.000 Erwachsenen bei der Passverlängerung genutzt wird, sowie der Abschluss eines digitalen Visapiloten, der marokkanischen Reisenden verifizierbare elektronische Visa ausgestellt hat. Das Ministerium hat zudem mit der Einführung einer integrierten Kundenservice-Plattform begonnen, die direkt in die Konten der Antragsteller einspeist, um Rückstände im Callcenter abzubauen und die Datenqualität zu verbessern. Die zweite Projektphase konzentriert sich auf die Backend-Prozesse: eine neue Fallmanagement-Plattform zur Automatisierung routinemäßiger Fälle und eine zentrale Enterprise-Datenplattform, die das Risikobewertungssystem unterstützt. Express Entry soll als erstes Einwanderungsprogramm auf die neue Architektur umgestellt werden, beginnend mit einem überarbeiteten Interessenbekundungssystem im Jahr 2027. Für Arbeitgeber bedeutet die DPM eine schnellere Ausstellung von Arbeitserlaubnissen, sobald Automatisierung und digitale Visa flächendeckend eingeführt sind. Zudem werden verbesserte Analysen IRCC ermöglichen, Programmregeln (z. B. berufsbezogene Auslosungen) nahezu in Echtzeit anzupassen. Mobilitätsteams sollten sich auf neue digitale Dokumentformate einstellen – darunter QR-codierte Visa und elektronische Pässe – und sicherstellen, dass Unternehmensreise-Dashboards maschinenlesbare Daten aus den IRCC-APIs verarbeiten können, sobald diese verfügbar sind.