
Expatriates in den VAE, die eine kurze Auszeit oder Geschäftsreise ins benachbarte Oman planen, wurden am 31. Juli mit guten Nachrichten überrascht. Eine aktualisierte Mitteilung aus Maskat, hervorgehoben von Gulf News, bestätigt, dass **die meisten Berufstätigen mit gültigem VAE-Aufenthaltsvisum nun entweder ein 28-Tage-Visum bei der Ankunft an der Grenze erhalten oder denselben Antrag online als „GCC Resident eVisa“ stellen können.** Die Royal Oman Police (ROP) hat ihre Liste der anerkannten Berufe stillschweigend auf über 100 Berufsbezeichnungen erweitert – von Ärzten, Ingenieuren und Buchhaltern bis hin zu Designern, Juwelieren und sogar Social-Media-„Influencern“. Reisende zahlen eine Pauschalgebühr von 5 OMR (ca. 48 AED) und legen einfach ihren Emirates-Ausweis sowie einen mindestens sechs Monate gültigen Reisepass vor. Wer die Formalitäten lieber im Voraus regeln möchte, kann dieselben Dokumente auf dem ROP eVisa-Portal hochladen und erhält die Genehmigung innerhalb von vier bis fünf Werktagen. Für die große Expatriate-Belegschaft der VAE reduziert diese Änderung den bürokratischen Aufwand erheblich. Bisher benötigten viele Angestellte mit Berufsbezeichnungen, die nicht exakt auf der engen Berufsliste Omans standen, ein lokal gesponsertes Besuchervisum oder ein von Agenten organisiertes Touristenvisum – oft zu deutlich höheren Kosten. Die vereinfachten Regelungen dürften Wochenend-Ausflüge zur Khareef-Saison in Salalah fördern und die grenzüberschreitenden Geschäftsverbindungen zwischen Sohar und Dubais Logistik-Korridor stärken. Mobility-Manager in Unternehmen sollten vor Reisegenehmigungen prüfen, ob die **offizielle Berufsbezeichnung auf der Rückseite des Emirates-Ausweises** mit der ROP-Liste übereinstimmt. Blaue Berufe bleiben weiterhin ausgeschlossen, und ein Überschreiten der 28-Tage-Frist zieht nach wie vor hohe Geldstrafen nach sich. HR-Teams werden zudem daran erinnert, dass an den Landgrenzen eine Ausreisesteuer von 35 AED pro Passagier erhoben wird, die bei Reiseanträgen berücksichtigt werden sollte. Analysten sehen in der Entscheidung einen Trend in der GCC-Region: Flexible Visaregelungen sollen regionalen Tourismus und Talente anziehen, während die Öleinnahmen zyklischen Schwankungen unterliegen. Da Saudi-Arabien und Katar bereits ähnliche Erleichterungen für Resident-Visa anbieten, ist in den kommenden zwölf Monaten mit weiteren „GCC-weiten“ Mobilitätsangeboten zu rechnen.
Quelle: Gulf News