
Die Europäische Union hat beschlossen, die Richtlinie zum vorübergehenden Schutz (Temporary Protection Directive, TPD) für Ukrainer, die vor dem Einmarsch Russlands fliehen, bis zum 4. März 2028 zu verlängern, bestätigte das finnische Innenministerium am Freitag, den 31. Juli 2026. Die finnische Regierung wird die einjährige Verlängerung formell in ihrer Kabinettssitzung am 6. August umsetzen, doch die Behörden betonen, dass die Schutzberechtigten in Finnland automatisch eine Verlängerung ihrer Aufenthaltserlaubnisse in der nationalen Datenbank erhalten.
Nach den aktualisierten EU-Regeln qualifizieren sich nur neue Antragsteller, die nachweisen können, dass sie ihren Militärdienstpflichten in der Ukraine nachgekommen sind und das Land legal verlassen haben – etwa durch einen Ausreisestempel oder einen vergleichbaren Nachweis. Diese Bedingungen gelten nicht rückwirkend für die rund 62.000 Ukrainer, die seit 2022 bereits in Finnland registriert sind.
Das Innenministerium unterstrich, dass die EU keinen speziellen langfristigen Status schafft; Ukrainer, die über 2028 hinaus bleiben möchten, müssen in bestehende finnische Aufenthaltskategorien wechseln, etwa aufgrund von Arbeit, Studium oder familiären Bindungen. Bislang haben bereits 7.500 Personen diesen Schritt vollzogen – 4.300 aus beruflichen und 2.800 aus familiären Gründen.
Für Arbeitgeber bringt der vierjährige Zeithorizont dringend benötigte Planungssicherheit. Ukrainer, die unter der TPD beschäftigt sind, können weiterhin ohne gesonderte Arbeitserlaubnis arbeiten, was den Fachkräftemangel in Bau, IT und Gesundheitswesen lindert. Personalabteilungen sollten jedoch schon jetzt langfristige Perspektiven planen, etwa über das 2024 eingeführte beschleunigte D-Visum oder die finnische Fachkräfteerlaubnis, um Schlüsselkräfte auch nach 2028 zu halten.
Die erneuerte Schutzregelung bedeutet zudem, dass Kommunen für mindestens zwei weitere Schuljahre Mittel für Wohnraum, Schulbildung und Integrationsangebote einplanen müssen. Die finnischen Arbeits- und Wirtschaftsentwicklungsämter (TE-toimistot) werden voraussichtlich das Angebot an Finnischkursen und Jobvermittlungsprogrammen ausbauen, während das Sozialministerium die Richtlinien zum Zugang zur Sozialversicherung aktualisiert.
Mobilitätsberater sollten beachten, dass ukrainische Staatsangehörige weiterhin visumfrei bis zu 90/180 Tage innerhalb des Schengen-Raums reisen können. Das neue EU-Ein- und Ausreisesystem, das noch in diesem Jahr startet, wird Abreisen erfassen und bei Überschreitungen nach Ablauf des vorübergehenden Schutzes Alarm schlagen. Eine frühzeitige Aufklärung der ukrainischen Entsandten über ihre Optionen nach 2028 ist daher entscheidend, um Last-Minute-Probleme zu vermeiden.
Nach den aktualisierten EU-Regeln qualifizieren sich nur neue Antragsteller, die nachweisen können, dass sie ihren Militärdienstpflichten in der Ukraine nachgekommen sind und das Land legal verlassen haben – etwa durch einen Ausreisestempel oder einen vergleichbaren Nachweis. Diese Bedingungen gelten nicht rückwirkend für die rund 62.000 Ukrainer, die seit 2022 bereits in Finnland registriert sind.
Das Innenministerium unterstrich, dass die EU keinen speziellen langfristigen Status schafft; Ukrainer, die über 2028 hinaus bleiben möchten, müssen in bestehende finnische Aufenthaltskategorien wechseln, etwa aufgrund von Arbeit, Studium oder familiären Bindungen. Bislang haben bereits 7.500 Personen diesen Schritt vollzogen – 4.300 aus beruflichen und 2.800 aus familiären Gründen.
Für Arbeitgeber bringt der vierjährige Zeithorizont dringend benötigte Planungssicherheit. Ukrainer, die unter der TPD beschäftigt sind, können weiterhin ohne gesonderte Arbeitserlaubnis arbeiten, was den Fachkräftemangel in Bau, IT und Gesundheitswesen lindert. Personalabteilungen sollten jedoch schon jetzt langfristige Perspektiven planen, etwa über das 2024 eingeführte beschleunigte D-Visum oder die finnische Fachkräfteerlaubnis, um Schlüsselkräfte auch nach 2028 zu halten.
Die erneuerte Schutzregelung bedeutet zudem, dass Kommunen für mindestens zwei weitere Schuljahre Mittel für Wohnraum, Schulbildung und Integrationsangebote einplanen müssen. Die finnischen Arbeits- und Wirtschaftsentwicklungsämter (TE-toimistot) werden voraussichtlich das Angebot an Finnischkursen und Jobvermittlungsprogrammen ausbauen, während das Sozialministerium die Richtlinien zum Zugang zur Sozialversicherung aktualisiert.
Mobilitätsberater sollten beachten, dass ukrainische Staatsangehörige weiterhin visumfrei bis zu 90/180 Tage innerhalb des Schengen-Raums reisen können. Das neue EU-Ein- und Ausreisesystem, das noch in diesem Jahr startet, wird Abreisen erfassen und bei Überschreitungen nach Ablauf des vorübergehenden Schutzes Alarm schlagen. Eine frühzeitige Aufklärung der ukrainischen Entsandten über ihre Optionen nach 2028 ist daher entscheidend, um Last-Minute-Probleme zu vermeiden.
Quelle: Yle News
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Finnland.Mehr von Finnland
Alle anzeigen
Finnlands Innenminister fordert Suspendierung Spaniens aus dem Schengen-Raum wegen Migrantenansturm in Ceuta
Finnland verzeichnet 20 % Rückgang bei Übernachtungen asiatischer Besucher, da der Sommerreiseboom ins Stocken gerät