
Das Flämische Regierungsblatt hat heute neue Gehaltsschwellen für hochqualifizierte Arbeitskräfte im Rahmen des Ein-Permit-Systems veröffentlicht. Ab dem 2. August 2026 müssen Arbeitgeber ein Bruttojahresgehalt von mindestens 47.500 € garantieren – eine Steigerung von 4,6 % gegenüber dem Vorjahr. Die Regionen Brüssel und Wallonien werden voraussichtlich noch diese Woche vergleichbare Schwellenwerte festlegen. Behörden erklären, dass die Erhöhung auf indexierte Tarifvereinbarungen und anhaltende Inflation zurückzuführen ist, um sicherzustellen, dass die Kategorie der Hochqualifizierten weiterhin vor allem erfahrene Fachkräfte und nicht Einstiegspositionen anzieht. Anträge, die vor dem 2. August eingereicht werden, werden noch nach der alten Schwelle von 45.420 € bewertet, sofern das Gehaltspaket unverändert bleibt. Manager für globale Mobilität sollten ausstehende Vertragsangebote überprüfen und gegebenenfalls Vertragszusätze ausstellen, bevor sie die Unterlagen im „E-Loket“-Portal einreichen. Da das Bundesamt für Migration die Aufenthaltsgenehmigung erst nach der Genehmigung der regionalen Arbeitserlaubnis erteilt, führt eine Gehaltsabweichung zu einem vollständigen Neustart der 90-Tage-Frist. Für multinationale Unternehmen, die innergemeinschaftliche EU-Transfers durchführen, bleibt die neue flämische Schwelle mit den Niederlanden (50.600 €) wettbewerbsfähig und liegt über der deutschen Blue-Card-Grenze (45.300 €). Rechtsexperten weisen darauf hin, dass die Schwelle für EU-Blue-Card-Anträge in Belgien (derzeit 63.300 €) unverändert bleibt.
Quelle: Flemish Government Gazette