
Arbeits- und Sozialminister Chris Sun hat eindringlich darauf hingewiesen, dass das Einreichen gefälschter akademischer Nachweise bei der Bewerbung für das Top Talent Pass Scheme (TTPS) eine schwere Straftat darstellt. Bei einer Pressekonferenz am 17. September erklärte Sun, dass das Einwanderungsamt nun eine Drittanbieter-Überprüfung aller im Rahmen des TTPS angegebenen ausländischen Abschlüsse verlangt. Die Warnung folgt auf mehrere aufsehenerregende Fälle, in denen Bewerber gefälschte Diplome und Empfehlungsschreiben nutzten, um Studienplätze oder Arbeitsangebote zu erhalten, die ihnen das beschleunigte Visum ermöglichten. Sun betonte, dass Täter mit Haftstrafen und dem dauerhaften Verlust des Aufenthalts- und Arbeitsrechts in Hongkong rechnen müssen. Für Arbeitgeber bedeutet dies strengere Compliance-Anforderungen. Personalabteilungen, die TTPS-Kandidaten unterstützen, müssen sicherstellen, dass die Anbieter zur Überprüfung der Nachweise vom Hongkonger Qualifikationsrahmen oder internationalen Akkreditierungsstellen anerkannt sind. Andernfalls drohen Verzögerungen bei der Einstellung und Haftungsrisiken wegen Beihilfe. Einwanderungsberater empfehlen Unternehmen, eine zweistufige Verifikation – digitale Dokumenten-Uploads gefolgt von einer Bestätigung durch das Universitätsregistrar – in den Rekrutierungsprozess zu integrieren. Zudem wird erwartet, dass die Regierung noch in diesem Jahr eine offizielle Liste anerkannter Prüfer veröffentlicht, ähnlich wie in Kanada und Singapur.
Quelle: RTHK