
Angesichts dauerhaft hoher Dieselpreise und zusätzlicher Kosten durch umgeleitete Routen bei Großveranstaltungen hat die Regierung ein Hilfsprogramm in Höhe von 200 Millionen Euro für kleine und mittelgroße Unternehmen im öffentlichen Straßenverkehr gestartet. Der am 24. September veröffentlichte Erlass Nr. 2026-885 ermöglicht Zuschüsse von bis zu 15 % der Mehrkosten für Kraftstoff und Löhne, die zwischen Juni und Dezember 2026 entstanden sind. Antragsteller müssen einen Umsatzrückgang von mindestens 20 % nachweisen, der auf Sicherheitszonen rund um Großveranstaltungen zurückzuführen ist – namentlich den Papstbesuch und die Qualifikationsspiele zur Rugby-Weltmeisterschaft 2027. Die Zahlungen erfolgen über die Agence de Services et de Paiement innerhalb von 30 Tagen nach Antragstellung, mit einer Obergrenze von 500.000 Euro pro Unternehmen. Die Unterstützung ergänzt den bestehenden „Remise Carburant“-Rabatt, richtet sich jedoch gezielt an Bus- und Reisebusunternehmen, die Firmen-Shuttles und regionale Verkehre anbieten. Arbeitgeber, die von der Förderung profitieren, müssen zusichern, die Ticketpreise für Inhaber von Saisonkarten bis März 2027 einzufrieren, um die Pendelkosten für ausländische Mitarbeiter stabil zu halten. Der Branchenverband FNTV begrüßte die Maßnahme, warnte jedoch vor bürokratischen Hürden, die Kleinstunternehmen abschrecken könnten. Mobilitätsmanager sollten den Kontakt zu beauftragten Busunternehmen suchen, um eine Antragstellung sicherzustellen und so die Kosten für Firmenfahrten 2027 zu senken. Experten weisen darauf hin, dass dies bereits das dritte Hilfspaket seit dem Energie-Schock durch den Ukraine-Krieg ist; insgesamt wurden über 650 Millionen Euro ausgezahlt, was die Widerstandsfähigkeit des französischen Bodentransportsystems in Zeiten von Sicherheits- und Energiekrisen stärkt.
Quelle: Journal Officiel – Légifrance
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