
Die Crowdsource-Plattform KolejkaNaGranicy.pl meldete am 18. Oktober um 17:57 Uhr MEZ, dass Lkw, die über den Grenzübergang Koroszczyn–Kozłowiczy nach Polen einreisen, mit einer Wartezeit von 125 Minuten konfrontiert sind – die längste seit Beginn der Erfassung im Jahr 2024. Die Ausreiseverzögerungen waren geringer – 147 Minuten am nahegelegenen Zosin für Pkw in Richtung Ukraine – lagen aber dennoch deutlich über dem saisonalen Durchschnitt. Das Portal sammelt GPS-Daten und von Nutzern eingereichte Informationen und bietet Unternehmen nahezu Echtzeit-Dashboards zur Routenplanung. Das Transportunternehmen Omega-Trans gibt an, nun dynamische Ankunftszeiten (ETA) in SAP TM zu integrieren, um Lagerhäuser zu alarmieren, wenn die Ankunftsfenster um mehr als zwei Stunden überschritten werden. Die polnische Grenzpolizei führt die heutige Stauung auf verstärkte Dokumentenkontrollen nach der Stilllegung des Eisenbahnknotens am 17. Oktober sowie auf einen Zustrom von Erntehelfern zurück. Transporteure ohne die neuen digitalen PUESC-Referenzcodes wurden auf manuelle Kontrollspuren verwiesen, was pro Fahrzeug 20 bis 30 Minuten zusätzlich bedeutet. Experten empfehlen Verladern, CMR-Frachtbriefe und Pflanzengesundheitszeugnisse vor Erreichen der Grenze auf der polnischen e-Zoll-Plattform hochzuladen und gedruckte QR-Codes als Backup mitzuführen, da die Mobilfunkabdeckung auf den Zufahrtsstraßen aus Belarus lückenhaft ist.
Quelle: KolejkaNaGranicy.pl