
Die OECD veröffentlichte am 3. November ihren Leitbericht „International Migration Outlook 2025“, der ein eigenes Kapitel zu Frankreich enthält und ein gemischtes Bild zeichnet. Während Frankreich 2024 mit 301.000 neuen dauerhaften Migranten einen Rückgang von 2 % im Jahresvergleich verzeichnete, verbesserten sich die Arbeitsmarktergebnisse: 67 % der Neuankömmlinge hatten nach fünf Jahren eine Beschäftigung, gegenüber 61 % im Jahr 2019. Der Bericht führt dies auf die Reformen der „immigration choisie“ zurück – darunter vereinfachte Talentpässe und gesenkte Gehaltsschwellen –, die mehr Fachkräfte aus MINT-Berufen anziehen.
Gleichzeitig warnt die OECD vor drohenden Engpässen: Bis 2030 könnte Frankreich im Gesundheits- und Digitalbereich eine Lücke von 1,1 Millionen Arbeitskräften drohen, falls die Zuwanderung nicht mit den Renteneintritten Schritt hält. Ein OECD-Index zur Qualifikationsanpassung zeigt, dass 37 % der hochqualifizierten Migranten weiterhin unter ihrem Qualifikationsniveau beschäftigt sind.
Die Sprachpolitik bleibt ein Hemmnis. Ab Januar 2025 sind in Frankreich die Verlängerungen von Aufenthaltstiteln an Französischkenntnisse gebunden: Für Zehnjahreskarten sind B1/B2-Niveaus, für die Staatsbürgerschaft C1/C2 erforderlich. Die OECD weist auf das Risiko hin, dass bis zu 60.000 Migranten ihren legalen Status verlieren könnten – eine Sorge, die auch von NGOs geteilt wird –, sofern die Kapazitäten für Sprachkurse nicht rasch ausgeweitet werden.
Für Arbeitgeber ist die Botschaft klar: Die Sponsoring-Möglichkeiten müssen über die EU-Blaukarte hinaus auf die neu vereinfachten Unterkategorien des Talentpasses ausgeweitet werden. Multinationale Unternehmen werden empfohlen, Sprachlern-Budgets in Umzugspakete zu integrieren und regionale Arbeitsmärkte (z. B. Nordafrika, Westbalkan) zu erschließen, in denen Französisch bereits weit verbreitet ist.
Die Regierung begrüßte die „konstruktiven Empfehlungen“ der OECD und deutete Steueranreize für Unternehmen an, die Sprachkurse mitfinanzieren. Das Parlament wird Anfang 2026 über ein Folgesetz debattieren, das möglicherweise eine zwölfmonatige Schonfrist für Arbeitnehmer vorsieht, die die Sprachanforderungen nicht erfüllen, aber ununterbrochen beschäftigt bleiben.
Gleichzeitig warnt die OECD vor drohenden Engpässen: Bis 2030 könnte Frankreich im Gesundheits- und Digitalbereich eine Lücke von 1,1 Millionen Arbeitskräften drohen, falls die Zuwanderung nicht mit den Renteneintritten Schritt hält. Ein OECD-Index zur Qualifikationsanpassung zeigt, dass 37 % der hochqualifizierten Migranten weiterhin unter ihrem Qualifikationsniveau beschäftigt sind.
Die Sprachpolitik bleibt ein Hemmnis. Ab Januar 2025 sind in Frankreich die Verlängerungen von Aufenthaltstiteln an Französischkenntnisse gebunden: Für Zehnjahreskarten sind B1/B2-Niveaus, für die Staatsbürgerschaft C1/C2 erforderlich. Die OECD weist auf das Risiko hin, dass bis zu 60.000 Migranten ihren legalen Status verlieren könnten – eine Sorge, die auch von NGOs geteilt wird –, sofern die Kapazitäten für Sprachkurse nicht rasch ausgeweitet werden.
Für Arbeitgeber ist die Botschaft klar: Die Sponsoring-Möglichkeiten müssen über die EU-Blaukarte hinaus auf die neu vereinfachten Unterkategorien des Talentpasses ausgeweitet werden. Multinationale Unternehmen werden empfohlen, Sprachlern-Budgets in Umzugspakete zu integrieren und regionale Arbeitsmärkte (z. B. Nordafrika, Westbalkan) zu erschließen, in denen Französisch bereits weit verbreitet ist.
Die Regierung begrüßte die „konstruktiven Empfehlungen“ der OECD und deutete Steueranreize für Unternehmen an, die Sprachkurse mitfinanzieren. Das Parlament wird Anfang 2026 über ein Folgesetz debattieren, das möglicherweise eine zwölfmonatige Schonfrist für Arbeitnehmer vorsieht, die die Sprachanforderungen nicht erfüllen, aber ununterbrochen beschäftigt bleiben.
Quelle: OECD