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Decreto Flussi: 10.000 zusätzliche „außerquotale“ Plätze für Haushaltshilfen und Babysitter vorgesehen

Nov. 21, 2025
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Decreto Flussi: 10.000 zusätzliche „außerquotale“ Plätze für Haushaltshilfen und Babysitter vorgesehen
Ebenfalls am 20. November veröffentlicht, erhöht eine parallele Bestimmung des Decreto Flussi die Obergrenze für legale Migration nach Italien um weitere 10.000 Plätze, die für Hausangestellte reserviert sind – vor allem für Live-in-Pflegekräfte, Babysitter und Haushaltshilfen –, deren Tätigkeiten außerhalb der regulären Jahresquoten liegen. Der neue „fuori quota“-Kanal reagiert auf demografische Realitäten: Das Durchschnittsalter in Italien liegt inzwischen über 48 Jahre, und die Nachfrage nach häuslicher Unterstützung steigt stark, da Doppelverdiener-Haushalte zunehmend Schwierigkeiten haben, Kinder- und Altenpflege abzudecken.

Nach der Regelung können Familien oder Vermittlungsagenturen Nicht-EU-Bewerber für einjährige Verträge sponsern, sofern sie faire Löhne sowie eine private Unterkunft oder eine Wohnmöglichkeit im Einklang mit den nationalen Tarifverträgen garantieren. Erfolgreiche Antragsteller erhalten eine einjährige Aufenthaltserlaubnis für Hausarbeit („permesso di soggiorno per lavoro domestico“), die verlängert werden kann, solange das Arbeitsverhältnis besteht.

Decreto Flussi: 10.000 zusätzliche „außerquotale“ Plätze für Haushaltshilfen und Babysitter vorgesehen


Für Personal- und Global-Mobility-Abteilungen bietet die Maßnahme eine praktische Lösung, um Expat-Führungskräfte mit Angehörigen zu unterstützen. Sponsoren können Anträge über das einheitliche Einwanderungsportal des Innenministeriums stellen, müssen jedoch zunächst eine digitale Identität (SPID) erwerben und eine verpflichtende Online-Schulung zu fairen Arbeitsbedingungen absolvieren. Die Bearbeitung erfolgt nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, sobald der „Click-Day“ – voraussichtlich Mitte Februar 2026 – angekündigt wird. Unternehmen und private Haushalte werden daher geraten, ihre Unterlagen jetzt schon vorzubereiten.

Gewerkschaften begrüßen die Maßnahme, warnen jedoch, dass eine strenge Kontrolle notwendig ist, um zu verhindern, dass der Kanal zu einem Hintertürchen für unterbezahlte Hausarbeit wird. Arbeitgeber drohen Bußgelder von bis zu 9.000 Euro pro Verstoß, wenn Lohnabrechnungen oder Arbeitszeiten nicht mit den während des Visumsverfahrens gemachten Angaben übereinstimmen.
Quelle: Il Sussidiario

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