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Innenministerium erlässt neue Anordnung zum Einsatz von Gewalt in Abschiebehaftzentren

Nov. 22, 2025
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Innenministerium erlässt neue Anordnung zum Einsatz von Gewalt in Abschiebehaftzentren
Am 21. November 2025 veröffentlichte das Innenministerium stillschweigend die Detention Services Order 11/2025, die neue Regeln für den Einsatz von Gewalt gegen Erwachsene in Abschiebehaftanstalten (IRCs), kurzfristigen Wohnunterkünften und Vorab-Abschiebeunterkünften festlegt. Das 33-seitige Dokument standardisiert Schulungsanforderungen, Meldepflichten und medizinische Aufsicht nach einer Reihe kritischer Inspektionen und Skandale wegen übermäßiger Anwendung von Zwang. Das Personal muss nun innerhalb von 24 Stunden einen vollständigen „Use of Force Supervisor Report“ einreichen, während jeder Vorfall mit schutzbedürftigen Erwachsenen automatisch eine Überprüfung des Schutzes auslöst.

Für Teams im Bereich globale Mobilität ist die Richtlinie wichtig, da immer mehr Geschäftsreisende in Haft geraten können – etwa wenn eGate-Ausfälle Passprobleme offenlegen oder wenn Überzieher bei Kontrollen zur Arbeitsberechtigung aufgegriffen werden. Die Anordnung stellt klar, dass akkreditierte Rechtsvertreter „so bald wie möglich“ privaten Zugang erhalten müssen und Gewalt nur als letztes Mittel und verhältnismäßig zum legitimen Ziel wie Fluchtverhinderung oder Gefahrenabwehr eingesetzt werden darf. Wird während der Anwendung von Zwang Medikament verabreicht, müssen medizinische Mitarbeiter Dosierung dokumentieren und Nachsorgepläne erstellen.

Innenministerium erlässt neue Anordnung zum Einsatz von Gewalt in Abschiebehaftzentren


Die Betreiber der IRCs – Serco, Mitie, GEO und andere – sehen sich neuen Prüfungsmaßstäben gegenüber, darunter ein Ampelsystem (Rot-Gelb-Grün), das Vertragsverlängerungen beeinflussen könnte. Menschenrechtsorganisationen begrüßen die strengeren Kontrollen, fordern jedoch verpflichtende unabhängige Videoüberwachung. Unternehmen mit Entsandten in risikoreichen Visakategorien (z. B. Statuswechsel bei Überziehern) sollten ihre Notfallprotokolle an die neue Eskalationskette anpassen und sicherstellen, dass Rechtsbeistandsnummern den Reisenden jederzeit zugänglich sind.

Die Detention Order trat mit Veröffentlichung sofort in Kraft. Arbeitgeber sollten globale Sicherheitsteams informieren und prüfen, ob Mobilitätsrichtlinien Haftfälle, medizinische Einwilligungen und Datenschutzpflichten bei namentlicher Nennung von Mitarbeitern in Vorfallberichten abdecken.
Quelle: Home Office

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