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Trumps „dauerhafte Pause“ bei der Einwanderung aus „Drittweltländern“ könnte auch indische Staatsangehörige betreffen

Nov. 29, 2025
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Trumps „dauerhafte Pause“ bei der Einwanderung aus „Drittweltländern“ könnte auch indische Staatsangehörige betreffen
In einem unangekündigten nächtlichen Beitrag am 28. November kündigte US-Präsident Donald Trump eine „dauerhafte Aussetzung“ der Einwanderung aus nicht näher bezeichneten „Drittweltländern“ an – eine Formulierung, die bei indischen Fachkräften im Mobilitätsbereich sofort Besorgnis ausgelöst hat. Obwohl Indien nicht explizit genannt wurde, weisen Juristen darauf hin, dass die im Juni 2025 veröffentlichte Liste der Einreiseverbote bereits 19 Länder umfasst und leicht erweitert werden könnte.

Das Weiße Haus machte keine Angaben dazu, welche Länder unter diesen Sammelbegriff fallen oder wie bestehende Visa behandelt werden sollen. Der Präsident ordnete jedoch an, dass der United States Citizenship and Immigration Services (USCIS) „jede Green Card für jeden Ausländer aus jedem betroffenen Land neu prüfen“ soll. Einwanderungsanwälte in Neu-Delhi erwarten einen Anstieg von Anfragen zu Nachweisen (Requests for Evidence) und zusätzlichen Sicherheitsüberprüfungen für Inder in den Kategorien H-1B, L-1 und EB, gestützt auf Erfahrungen aus der Einreiseverbotsphase 2017.

Trumps „dauerhafte Pause“ bei der Einwanderung aus „Drittweltländern“ könnte auch indische Staatsangehörige betreffen


Indische IT- und Beratungsunternehmen – die zusammen mehr als 180.000 H-1B-Zulassungen halten – sehen sich zwei unmittelbaren Risiken gegenüber. Erstens könnten Mitarbeiter, die sich derzeit in den USA aufhalten und eine Heimreise planen, gestrandet sein, falls Visa-Verlängerungen ausgesetzt werden. Zweitens könnten laufende Green-Card-Verfahren auf unbestimmte Zeit pausiert werden, was die Abwanderung zu Konkurrenzmärkten wie Kanada verstärken könnte. Unternehmensjuristen raten bereits den vor Ort tätigen Mitarbeitern, nicht dringende Reisen zu verschieben, bis das Heimatschutzministerium (DHS) offizielle Richtlinien veröffentlicht.

Auch familienbasierte Einwanderungswege stehen auf der Kippe. Ehepartner und Kinder, die auf eine konsularische Bearbeitung in Indien warten, könnten kurzfristig abgesagte Interviews erleben, was die Trennung verlängert. Bildungsexperten befürchten, dass die Unsicherheit die Einschreibezahlen für das Frühjahr 2026 beeinträchtigen könnte – eine Kohorte, die bereits durch eine Rekordablehnungsquote von 74 Prozent bei kanadischen Studiengenehmigungen in diesem Jahr belastet ist.

Experten weisen darauf hin, dass die Verordnung mit hoher Wahrscheinlichkeit vor Gericht angefochten wird und der Kongress eingreifen könnte, falls wichtige Branchen über Fachkräftemangel klagen. Dennoch fügt die Ankündigung – formuliert im Kontext der nationalen Sicherheit nach einer Schießerei in Washington, DC – eine weitere Unsicherheitsvariable für indische Unternehmen hinzu, die ihre globalen Einsatzpläne ausbalancieren müssen. Sofortige Maßnahmen umfassen die Überprüfung von Reiseplänen entsandter Mitarbeiter, die Beschleunigung der Dokumentenbeschaffung für laufende Anträge und die Aktualisierung von Risikohinweisen für das obere Management.
Quelle: Al Jazeera

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