
Das britische Amt für nationale Statistik (ONS) meldet einen dramatischen Rückgang der Nettozuwanderung um 80 % im Jahr bis Juni 2025 – ein Minus von 204.000 Personen im Vergleich zum Höchststand nach der Pandemie. Die größte Abwanderungsgruppe stellen Inder dar: 45.000 ehemalige Studierende, 22.000 Inhaber von Arbeitsvisa und etwa 7.000 weitere verließen das Land, insgesamt also 74.000 Abgänge aus Indien.
Dieser Rückgang folgt auf eine Reihe von politischen Verschärfungen: eine höhere Gehaltsschwelle für das Skilled Worker-Visum, ein nahezu vollständiges Verbot für Angehörige im Gesundheitssektor und deutlich gestiegene Gebühren für Arbeitgebersponsoring. Infolgedessen haben sich die Quartalszahlen der Skilled Worker-Visa seit Anfang 2024 halbiert, und die Zahl der Health & Care Worker-Visa ist im Vergleich zum Höchststand 2023 um 94 % eingebrochen. Branchenverbände warnen, dass allein der Bausektor jährlich 61.000 neue Arbeitskräfte benötigt, im vergangenen Jahr aber nur 1.660 entsprechende Visa erteilt wurden.
Für indische Unternehmen sind diese Zahlen von Bedeutung, da das Vereinigte Königreich weiterhin ein wichtiger Standort für Hochschulbildung und Offshore-Übernahmen bleibt. Berater warnen, dass kleinere Firmen Schwierigkeiten haben könnten, Schlüsselpersonal nach Großbritannien zu entsenden, da die Sponsoring-Kosten steigen, während Absolventen, die eine Arbeitserlaubnis nach dem Studium anstreben, auf einen härteren Arbeitsmarkt treffen. Gleichzeitig berichten Personalvermittler in Indien, dass die Rückkehrer-Abwanderung den heimischen Talentpool in den Bereichen MINT und Gesundheitswesen vergrößert.
Die ONS-Zahlen liefern der britischen Regierung Argumente, um ihre Reformen als erfolgreich darzustellen, doch viele Akteure bezweifeln die wirtschaftliche Vernunft dahinter. Das in London ansässige Work Rights Centre kritisiert, dass die Beschränkungen „wachstumshemmend wirken“, während das Migration Advisory Committee auf Ausbeutungsrisiken in Visum-gebundenen Sektoren hinweist. Weitere Regeländerungen sind zu erwarten, wenn Innenministerin Shabana Mahmood vor Weihnachten das angekündigte Weißbuch zur „ausgewogenen Migration“ vorlegt.
Dieser Rückgang folgt auf eine Reihe von politischen Verschärfungen: eine höhere Gehaltsschwelle für das Skilled Worker-Visum, ein nahezu vollständiges Verbot für Angehörige im Gesundheitssektor und deutlich gestiegene Gebühren für Arbeitgebersponsoring. Infolgedessen haben sich die Quartalszahlen der Skilled Worker-Visa seit Anfang 2024 halbiert, und die Zahl der Health & Care Worker-Visa ist im Vergleich zum Höchststand 2023 um 94 % eingebrochen. Branchenverbände warnen, dass allein der Bausektor jährlich 61.000 neue Arbeitskräfte benötigt, im vergangenen Jahr aber nur 1.660 entsprechende Visa erteilt wurden.
Für indische Unternehmen sind diese Zahlen von Bedeutung, da das Vereinigte Königreich weiterhin ein wichtiger Standort für Hochschulbildung und Offshore-Übernahmen bleibt. Berater warnen, dass kleinere Firmen Schwierigkeiten haben könnten, Schlüsselpersonal nach Großbritannien zu entsenden, da die Sponsoring-Kosten steigen, während Absolventen, die eine Arbeitserlaubnis nach dem Studium anstreben, auf einen härteren Arbeitsmarkt treffen. Gleichzeitig berichten Personalvermittler in Indien, dass die Rückkehrer-Abwanderung den heimischen Talentpool in den Bereichen MINT und Gesundheitswesen vergrößert.
Die ONS-Zahlen liefern der britischen Regierung Argumente, um ihre Reformen als erfolgreich darzustellen, doch viele Akteure bezweifeln die wirtschaftliche Vernunft dahinter. Das in London ansässige Work Rights Centre kritisiert, dass die Beschränkungen „wachstumshemmend wirken“, während das Migration Advisory Committee auf Ausbeutungsrisiken in Visum-gebundenen Sektoren hinweist. Weitere Regeländerungen sind zu erwarten, wenn Innenministerin Shabana Mahmood vor Weihnachten das angekündigte Weißbuch zur „ausgewogenen Migration“ vorlegt.
Quelle: Business Standard
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