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Zypern und IOM eröffnen Zentrum für freiwillige Rückkehr mit 1,1 Millionen Euro Förderung

Dez. 5, 2025
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Zypern und IOM eröffnen Zentrum für freiwillige Rückkehr mit 1,1 Millionen Euro Förderung
Das stellvertretende Ministerium für Migration und internationalen Schutz unterzeichnete am 4. Dezember eine Umsetzungsvereinbarung mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zur Einrichtung des ersten speziellen Unterstützten Freiwilligen Rückkehrzentrums (AVR HUB) in Zypern. Das Projekt hat ein Volumen von 1,05 Millionen CHF (ca. 1,1 Millionen €) und wird durch den zweiten Beitrag der Schweiz zum EU-Migrationsfonds finanziert. Geplant ist die Anmietung und Renovierung einer Einrichtung mit 40 Betten, die verletzliche Asylsuchende auf eine würdige Rückkehr in ihre Herkunftsländer vorbereitet.

Im Rahmen des Programms erhalten Migranten, die sich für eine freiwillige Rückkehr entscheiden, Beratung, medizinische Untersuchungen, Reiseorganisation und Unterstützung bei der Wiedereingliederung nach der Ankunft – alles koordiniert von IOM-Fallbetreuern. Das Zentrum wird Familien, unbegleitete Minderjährige und Personen mit medizinischem Bedarf priorisieren – Gruppen, die derzeit in überfüllten Aufnahmezentren wie Pournara und Kofinou untergebracht sind. Die Einrichtung soll bis Mitte 2026 betriebsbereit sein und Zypern dabei helfen, die EU-Ziele für humane Rückführungen zu erfüllen und gleichzeitig den Druck auf die landesweite Unterbringungskapazität zu verringern.

Zypern und IOM eröffnen Zentrum für freiwillige Rückkehr mit 1,1 Millionen Euro Förderung


Hintergrund: Zypern verzeichnete in den Jahren 2022-24 die höchste Asylquote pro Kopf in der EU und verfolgt seitdem eine „Rückkehr-zuerst“-Strategie, die vom stellvertretenden Migrationsminister Nicholas Ioannides vorangetrieben wird. Die Behörden melden für die ersten drei Quartale 2025 insgesamt 3.600 freiwillige oder zwangsweise Rückführungen – ein Anstieg von 89 % gegenüber 2022 – dank engerer Zusammenarbeit mit Frontex und Botschaften der Herkunftsländer. Das AVR HUB schafft eine spezialisierte Infrastruktur und reagiert damit auf Kritik von NGOs, dass Rückkehrer bisher auf mehrere Polizeieinheiten verteilt wurden, ohne spezialisierte Unterstützung.

Auswirkungen für Arbeitgeber: Unternehmen, die Drittstaatsangehörige beschäftigen, müssen sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter gültige Arbeitserlaubnisse besitzen; Überzieher werden nun eher über freiwillige Rückkehrprogramme geleitet, da entsprechende Kapazitäten vorhanden sind. Mobilitätsmanager sollten betroffene Mitarbeiter über rechtliche Optionen und Fristen informieren, insbesondere wenn Verträge unerwartet enden. Das Zentrum signalisiert zudem eine strengere Kontrolle an der Grünen Linie, was eine genauere Prüfung von Grenzgänger-Erlaubnissen bedeutet.

Nächste Schritte: Die IOM wird bald die Renovierungsarbeiten ausschreiben und mehrsprachige Berater einstellen. Die Schweizer Mittel für Migrationsmaßnahmen in Zypern belaufen sich für 2025-29 auf insgesamt 10,7 Millionen Euro, mit weiteren Projekten zur digitalen Fallverwaltung und Überwachung der Wiedereingliederung. Unternehmen mit CSR-Budgets können mit der IOM bei Qualifizierungsmodulen für Rückkehrer kooperieren und so ihre verantwortungsbewusste Unternehmensführung während der EU-Ratspräsidentschaft Zyperns 2026 unter Beweis stellen.
Quelle: Cyprus Business News (CBN)

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