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Breite Schweizer Unterstützung für neuen EU-Rahmen zur Freizügigkeit

Dez. 6, 2025
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Breite Schweizer Unterstützung für neuen EU-Rahmen zur Freizügigkeit
Die am 5. Dezember veröffentlichten Konsultationsergebnisse zeigen, dass fast drei Viertel der Kantone, politischen Parteien und Wirtschaftsverbände den Entwurf des Bundesrats für ein „Verhandlungspaket“ mit Brüssel unterstützen. Die 2024 ausgehandelte Vereinbarung bündelt sektorale Abkommen zu Elektrizität, Staatshilfen, Verkehr und – besonders wichtig für mobile Talente – zur Personenfreizügigkeit. Zudem wird ein gemeinsames Streitbeilegungssystem eingerichtet und ein Schweizer Finanzbeitrag an Kohäsionsfonds festgelegt.

Außenminister Ignazio Cassis bezeichnete das Paket als beste Alternative zur vollständigen EU-Mitgliedschaft, da es der Schweiz den massgeschneiderten Zugang zum Binnenmarkt sichert und Unternehmen langfristige Rechtssicherheit bietet. Eine zentrale Neuerung ist ein vorgeschlagenes Bundesgesetz, das die Regierung verpflichtet, das Parlament über EU-Rechtsänderungen zu informieren, die eine „dynamische Anpassung“ auslösen würden – ein Schritt, der die demokratische Kontrolle stärkt und die frühere institutionelle Vereinbarung scheitern ließ.

Breite Schweizer Unterstützung für neuen EU-Rahmen zur Freizügigkeit


Sollte das Parlament im März 2026 zustimmen, könnte das Abkommen bereits 2027 einem Referendum unterzogen werden. Für Manager im Bereich globale Mobilität stehen viel auf dem Spiel: Das Kapitel zur Personenfreizügigkeit garantiert den gegenseitigen Zugang zum Arbeitsmarkt für EU- und Schweizer Staatsangehörige, grenzüberschreitende Dienstleistungen bis zu 90 Tagen sowie die gegenseitige Anerkennung von Berufsqualifikationen.

Ein Scheitern der Verhandlungen könnte Schweizer Unternehmen regulatorischer Zersplitterung, dem Verlust der EU-Sozialversicherungskoordination und möglichen Quoten für Kurzzeiteinsätze aussetzen. Im Gegensatz dazu würde eine erfolgreiche Ratifizierung die Einreisebestimmungen stabilisieren und bürokratische Hürden wie doppelte Arbeitserlaubnisprüfungen auf kantonaler Ebene reduzieren.

Unternehmen setzen daher sowohl in Bern als auch bei den Kantonsregierungen Lobbyarbeit ein, um die Mobilitätsvorteile vor einer möglichen Volksabstimmung zu kommunizieren. Personalabteilungen sollten Informationsunterlagen für Führungskräfte und Entsandte vorbereiten und dabei betonen, dass das Paket die aktuellen Mobilitätsrechte weitgehend bewahrt und gleichzeitig ein institutionelles Sicherheitsnetz gegen plötzliche Einschränkungen beim Marktzugang schafft.
Quelle: Reuters

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