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Umfrage: Schweizer Unternehmen beschleunigen Verlagerungen ins Ausland, um US-Zollauswirkungen abzumildern

Dez. 6, 2025
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Umfrage: Schweizer Unternehmen beschleunigen Verlagerungen ins Ausland, um US-Zollauswirkungen abzumildern
Eine neue Umfrage von economiesuisse unter 400 Unternehmen zeigt, dass 30 % planen, ihre Investitionen ins Ausland zu erhöhen und Teile ihrer Produktion aus der Schweiz zu verlagern, um den US-Zöllen von 15–39 % auf Schweizer Waren entgegenzuwirken. 16 % beabsichtigen, in Drittstaaten außerhalb der EU und der USA umzuziehen, 10 % wollen Kapazitäten direkt in den USA aufbauen, und 5 % entscheiden sich für Standorte in der EU.

Die Umfrage erscheint nur wenige Wochen nach dem Zollabbau-Abkommen zwischen Bern und Washington, das die durchschnittlichen Zölle auf 15 % senkt, aber an Schweizer Investitionszusagen von bis zu 200 Milliarden US-Dollar in den USA geknüpft ist. Chefökonom Rudolf Minsch betont, dass Auslandsinvestitionen Teil des Schweizer Geschäftsmodells sind und Arbeitsplätze im Inland sichern können. Banker warnen jedoch, dass allein bei einer Verlagerung aller US-Exporte des Pharmasektors das BIP-Wachstum in fünf Jahren von 10 % auf 7,7 % sinken könnte.

Umfrage: Schweizer Unternehmen beschleunigen Verlagerungen ins Ausland, um US-Zollauswirkungen abzumildern


Für Mobility-Manager deuten die Ergebnisse auf eine wahrscheinliche Zunahme von Auslandseinsätzen, Greenfield-Projekten und innerbetrieblichen Versetzungen hin, insbesondere nach Nordamerika und Asien. Personalabteilungen sollten langfristige Steuerangleichungsregelungen, die Abdeckung durch Totalisierungsabkommen sowie die Lebenshaltungskosten in den US-Sonnenstaaten und Südostasien überprüfen, da viele Unternehmen dort Standorte sondieren.

Die Umfrage zeigt auch alternative Unternehmensstrategien auf – Preiserhöhungen, Diversifikation in neue Märkte oder Aussetzung von US-Exporten – Optionen, die die Personalplanung maßgeblich beeinflussen könnten. Die Unternehmen sind weiterhin besorgt, hochqualifizierte F&E-Arbeitsplätze in der Schweiz zu schützen, was auf hybride Teams hindeutet, bei denen Innovation im Inland bleibt, die Produktion jedoch ausgelagert wird.

Aus politischer Sicht könnten die Daten in die Arbeitsmarktüberprüfung des Bundesrats 2026 einfließen, wenn geprüft wird, ob weitere Steueranreize nötig sind, um die fortschrittliche Fertigung und Talente im Bereich Life Sciences im Inland zu halten.
Quelle: Reuters

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